Tulā

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तुला 7. Rāśi · 180°–210° siderisch · Herrscher Śukra

Tulā, „die Waage", ist das siebte Zeichen und liegt dem Aufgangspunkt gegenüber: am Zeitmenschen (kālapuruṣa) ist es die Blase (basti). Die griechische Astrologie nannte es Zygón, „Joch, Waage"; Varāhamihira überliefert den Namen als jūka. Sein Bild ist ein Mann, der Waren wiegt. In ihm ist Śani erhöht und Sūrya geschwächt, und es ist das Mūlatrikoṇa Śukras.

Himmelsabschnitt

Tulā umfasst die Längen 180° bis 210° der Ekliptik, gezählt vom siderischen Nullpunkt. Darin liegen neun Nakṣatra-Pādas: die letzten zwei von Citrā, die vier von Svātī und die ersten drei von Viśākhā.

Ārambha-Kursverse, Rāśi-Abschnitt (Tulā)

चित्रार्धं स्वाती विशाखापादत्रयं तुला ।

citrārdhaṃ svātī viśākhāpādatrayaṃ tulā ।

Die [zweite] Hälfte von Citrā, [die vier Pādas von] Svātī und drei Pādas von Viśākhā [bilden] Tulā [die Waage].

Citrārdhaṃ: die Hälfte von Citrā; wörtl. citrā (14. Nakṣatra) + ardha (Hälfte) (n. 1/1). Svātī: Svātī, 15. Nakṣatra (f. 1/1). Viśākhāpādatrayaṃ: drei Pādas von Viśākhā; wörtl. viśākhā (16. Nakṣatra) + pāda (Viertel) + traya (Dreiheit) (n. 1/1). Tulā: Tulā, die Waage (7. Rāśi) (f. 1/1).

Quelle ungeklärt (Ārambha-Kursmaterial, Pt. Sanjay Rath)

NakṣatraPādavonbisNavāṃśa
Citrā30°00′3°20′Tulā (Vargottama)
Citrā43°20′6°40′Vṛścika
Svātī16°40′10°00′Dhanus
Svātī210°00′13°20′Makara
Svātī313°20′16°40′Kumbha
Svātī416°40′20°00′Mīna
Viśākhā120°00′23°20′Meṣa
Viśākhā223°20′26°40′Vṛṣabha
Viśākhā326°40′30°00′Mithuna

Tulā ist ein bewegliches Zeichen im Trigon Mithuna–Tulā–Kumbha; seine Navāṃśa-Reihe beginnt bei ihm selbst, der erste Navāṃśa ist darum vargottama (Bṛhajjātaka 1.6, 1.14). Die beiden Horās gehören, weil Tulā ein ungerades Zeichen ist, Sūrya (0°–15°) und Candra (15°–30°); die drei Dreṣkāṇas Śukra, Śani und Budha — den Herren von Tulā, Kumbha und Mithuna, dem 1., 5. und 9. Zeichen (Bṛhajjātaka 1.11).

Das Bild

Ein Mann mit einer Waage (Bṛhajjātaka 1.5: taulī, „der Waagenträger"; Sārāvalī 3.4: tulābhṛt tulāṃ dhatte; Jātaka-Pārijāta 1.9). Das Yavanajātaka (1.20) stellt ihn auf den Markt, die Ware auf der Waage; dazu gehören Zölle, Geld, Münzen, Städte, Strassen, Karawansereien und reifes Getreide. Die Kursfassung des BPHS (4.15) beschreibt kein Bild, nur Eigenschaften; das Bild steht in Bṛhajjātaka 1.5, abgedruckt auf der Seite von Kanyā.

Der Kurs teilt das Zeichen in drei Teile zu 10°: eine Waagschale (materielle Ausrichtung), die Person in der Mitte, die zweite Waagschale (emotionale Ausrichtung). Nur die Mitte sei ausgeglichen. Das ist Lehre des Kurses; ein klassischer Vers dafür ist nicht bekannt.

Der Steckbrief

Kālapuruṣadie Blase (basti) BPHS 4.4; Bṛhajjātaka 1.4; Kurs (Harnwege)
Naturmännlich, krūra, ungerade BPHS 4.5; Bṛhajjātaka 1.11
Bewegungcara, beweglich BPHS 4.5; Bṛhajjātaka 1.11
TattvaLuft Kurs
Doṣaalle drei vereint (tridoṣa) BPHS 4.6; Kurs
Guṇarajas BPHS 4.15
VarṇaŚūdra BPHS 4.15; Kurs
Farbeschwarz BPHS 4.15; Bṛhajjātaka 1.20; Sārāvalī 3.40
Gestaltmittelgross, zweifüssig BPHS 4.15
RichtungWesten BPHS 4.15; Bṛhajjātaka 1.11
Wohnortdie Ebene (bhūcara); Markt, Handelsplatz, Strassen BPHS 4.15; Yavanajātaka 1.20; Jātaka-Pārijāta 1.10–12
Wesenghātī, „schlagend, verletzend" BPHS 4.15
Aufgangśīrṣodaya, mit dem Haupt voran BPHS 4.15; Bṛhajjātaka 1.10; Sārāvalī 3.24
Tag/Nachtam Tag stark (dyuvīryāḍhya) BPHS 4.15; Bṛhajjātaka 1.10
Aufgangsdauerlang (dīrgha) Sārāvalī 3.37; Jātaka-Pārijāta 1.13; Rechnung
Kendra-Stärkeals Zweifüssler im 1. Haus Bṛhajjātaka 1.17; Sārāvalī 3.23
HerrscherŚukra BPHS 4.16; Bṛhajjātaka 1.6
Ucca darinŚani, am höchsten bei 20° BPHS 3.49–50; Bṛhajjātaka 1.13; Yavanajātaka 1.58
Nīca darinSūrya, am tiefsten bei 10° BPHS 3.49–50; Bṛhajjātaka 1.13
MūlatrikoṇaŚukra, 0°–15°; der Rest ist sein eigenes Zeichen BPHS 3.54; Bṛhajjātaka 1.14 (nur das Zeichen)
Graha-DoṣaSkanda-Doṣa, zugehöriger Graha Maṅgala Kurs
Namentaulī, vaṇij, jūka, tulā Bṛhajjātaka 1.5, 1.8; Jātaka-Pārijāta 1.4–7
Griechischer Namejūka, aus griechisch Zygón, „Joch, Waage" Bṛhajjātaka 1.8; Sārāvalī 3.7; Yavanajātaka (Pingree)
ĀdityaPūṣan Kurs
LänderKollāsa (Zählung nach der Ausgabe Sastri); im Verzeichnis der Finsternisse: Avanti, Aparānta, Daśārṇa, Bharukaccha, Kaufleute Jātaka-Pārijāta 1.59–60; Bṛhat Saṃhitā 5.40
Sauramāsadie Sonne steht hier etwa vom 17. Oktober bis 16. November, 30,0 Tage Rechnung (Lahiri, 2026)

Der Vers der Kursfassung, der Tulā beschreibt, beginnt mit dem Aufgang und endet mit der Statur; der Herr folgt am Anfang des nächsten Verses (śukrādhipo ’tha):

BPHS 4.15

शीर्षोदयी द्युवीर्याढ्यस्तुलः कृष्णो रजोगुणी । पश्चिमो भूचरो घाती शूद्रो मध्यतनुर्द्विपात् ॥ 4.15॥

śīrṣodayī dyuvīryāḍhyastulaḥ kṛṣṇo rajoguṇī । paścimo bhūcaro ghātī śūdro madhyatanurdvipāt ॥ 4.15॥

Mit dem Haupte aufsteigend, reich an Kraft am Tage, dies ist Tulā, schwarz und von leidenschaftlicher Qualität. Im Westen wohnend, auf der Erde wandelnd, verletzend, in der Arbeiterklasse, von mittlerer Statur und zweifüssig.

Śīrṣodayī: mit dem Haupt voran aufgehend; wörtl. śīrṣa (Haupt) + udaya (Aufgang) (m. 1/1). Dyuvīryāḍhyas: reich an Tageskraft; wörtl. dyu (Tag) + vīrya (Kraft) + āḍhya (reich) (m. 1/1). Tulaḥ: Tulā, die Waage (Nebenform tula) (m. 1/1). Kṛṣṇo: schwarz (m. 1/1). Rajoguṇī: von der Eigenschaft Rajas (m. 1/1). Paścimo: westlich, im Westen wohnend (m. 1/1). Bhūcaro: auf der Erde, in der Ebene wandelnd; wörtl. bhū (Erde) + cara (wandelnd) (m. 1/1). Ghātī: schlagend, verletzend (m. 1/1). Śūdro: vom Stand der Dienenden, Śūdra (m. 1/1). Madhyatanur: von mittlerem Körper; wörtl. madhya (mittel) + tanu (Körper) (m. 1/1). Dvipāt: zweifüssig (m. 1/1).

Kursfassung; Übersetzung nach der shloka-Datenbank, Glossar 2026-10-21

Wo die Quellen auseinandergehen

Tageskraft. dyuvīryāḍhya heisst „reich an Kraft am Tage"; die Datenbank gab das früher als „wohlhabend" wieder (inzwischen berichtigt). Bṛhajjātaka 1.10 und Sārāvalī 3.24 bestätigen: Tulā ist taggestark.

Händler oder Diener? Das Bild ist ein Händler, der Stand aber nach der Kursfassung śūdra, nach dem Jātaka-Pārijāta (1.20) vaiśya; dort ist umgekehrt Kanyā die Śūdra. Der Kurs ordnet die Luftzeichen den Śūdras zu. Bṛhajjātaka und Sārāvalī nennen keinen Zeichen-Varṇa.

Das Mūlatrikoṇa Śukras. BPHS 3.54 sagt 0°–15°, ebenso Rao; das Jātaka-Pārijāta (1.26) 0°–20°, die Phaladīpikā (1.7) nur 0°–5°. Die Zeichen selbst sind einhellig (Bṛhajjātaka 1.14, Sārāvalī 3.34, Yavanajātaka 1.61).

Händler im Yavanajātaka, nicht in BPHS 4. Die Kursfassung hat den Händler (vaṇij) bei Vṛṣabha (4.8); das Yavanajātaka legt das Händlerische in Tulā. Bṛhajjātaka 1.5 nennt Tulā den Waagenträger.

Wesen. ghātī ist ein Qualitätswort, kein Element; die Kursübersicht übersetzt es „kämpferisch" und sagt, Tulā sei besonders zerstörerisch, wenn Maṅgala darin stehe.

Wo sitzt Tulā am Körper? Blase (BPHS 4.4, Bṛhajjātaka 1.4); das Yavanajātaka (1.20) gibt Nabel, Hüfte und Blase. Der Kurs rechnet den Penis zu den Harnwegen, also zu diesem Zeichen.

Grösse. BPHS 4.15 madhyatanu (Gestalt mittel); Sārāvalī 3.37 lang (Aufgangsdauer): zwei Eigenschaften.

Die drei Dreṣkāṇas

Für jedes Drittel (je 10°) beschreibt Varāhamihira eine Gestalt (Bṛhajjātaka 27), die auf die Dekane der hellenistischen Astrologie zurückgeht. Beim ersten sagt er es selbst:

Bṛhajjātaka 27.19 — erster Dreṣkāṇa (0°–10°)

वीथ्यन्तरापणगतः पुरुषस् तुलावान् उन्मानमानकुशलः प्रतिमानहस्तः । भाण्डं विचिन्तयति तस्य च मूल्यम् एतद् रूपं वदन्ति यवनाः प्रथमं तुलायाः ॥

vīthyantarāpaṇagataḥ puruṣas tulāvān unmānamānakuśalaḥ pratimānahastaḥ । bhāṇḍaṃ vicintayati tasya ca mūlyam etad rūpaṃ vadanti yavanāḥ prathamaṃ tulāyāḥ ॥

Ein Mann, in einen Laden an der Strasse gegangen, mit einer Waage, kundig im Wiegen und Messen, das Gegengewicht in der Hand; er überlegt die Ware und ihren Preis. Diese Gestalt nennen die Yavanas als die erste der Tulā.

Vīthyantarāpaṇagataḥ: in einen Laden an der Strasse gegangen; wörtl. vīthī (Strasse) + antara (Inneres) + āpaṇa (Laden) + gata (gegangen) (m. 1/1). Puruṣas: Mann (m. 1/1). Tulāvān: mit einer Waage versehen (m. 1/1). Unmānamānakuśalaḥ: kundig im Wiegen und Messen; wörtl. unmāna (Wiegen) + māna (Mass) + kuśala (kundig) (m. 1/1). Pratimānahastaḥ: das Gegengewicht in der Hand; wörtl. pratimāna (Gegengewicht) + hasta (Hand) (m. 1/1). Bhāṇḍaṃ: die Ware (n. 2/1). Vicintayati: überlegt (laṭ III/1). Tasya: ihr, dessen (n. 6/1). Ca: und (avy.). Mūlyam: der Preis (n. 2/1). Etad: diese (n. 2/1). Rūpaṃ: Gestalt (n. 2/1). Vadanti: sagen, nennen (laṭ III/3). Yavanāḥ: die Yavanas, die Griechen (m. 1/3). Prathamaṃ: als die erste (n. 2/1). Tulāyāḥ: der Tulā (f. 6/1).

GRETIL sa_varAhamihira-bRhajjAtaka; Übersetzung Yogi Narasimha

Der zweite Dreṣkāṇa (10°–20°) ist ein Mann mit Geiergesicht und einem Krug, hungrig und durstig, der an Frau und Kinder denkt (27.20). Der dritte (20°–30°) ist ein juwelengeschmückter Mann mit goldenem Köcher und Panzer in Affengestalt, der im Wald das Wild schreckt; Varāhamihira nennt auch ihn eine Gestalt „der Yavanas" (27.21). Die Sārāvalī kennt diese Gestalten nicht; ihr Dreṣkāṇa-Kapitel beschreibt den Charakter des Geborenen.

Die Würden

Tulā ist das Zeichen der Erhöhung Śanis; Bṛhajjātaka 1.13 nennt alle sieben Ucca-Zeichen mit ihren Graden, und das siebte Zeichen davon ist jeweils das Nīca. Für Tulā heisst das: Śani erhöht bei 20°, Sūrya geschwächt bei 10° (denn Meṣa, Sūrya erhöht bei 10°, liegt gegenüber).

Bṛhajjātaka 1.13

अजवृषभमृगाङ्गनाकुलीरा झषवणिजा च दिवाकरादितुङ्गाः । दशशिखिमनुयुक् तिथीन्द्रियांशैस् त्रिनवकविंशतिभिश् च ते ऽस्त नीचाः ॥

ajavṛṣabhamṛgāṅganākulīrā jhaṣavaṇijā ca divākarādituṅgāḥ । daśaśikhimanuyuk tithīndriyāṃśais trinavakaviṃśatibhiś ca te 'sta nīcāḥ ॥

Aja [Meṣa], Vṛṣabha, Mṛga [Makara], Aṅganā [Kanyā], Kulīra [Karka], Jhaṣa [Mīna] und der Händler [Tulā] sind, von Divākara [Sūrya] an der Reihe nach, die Ucca-Zeichen, mit zehn, drei, achtundzwanzig, fünfzehn, fünf, siebenundzwanzig und zwanzig Graden; im siebten [Zeichen] davon liegen die Nīca.

Ajavṛṣabhamṛgāṅganākulīrā: Aja (Meṣa), Vṛṣabha, Mṛga (Makara), Aṅganā (Kanyā) und Kulīra (Karka); wörtl. aja (Bock) + vṛṣabha (Stier) + mṛga (Gazelle) + aṅganā (Frau) + kulīra (Krebs) (m. 1/3). Jhaṣavaṇijā: Jhaṣa (Mīna, der Fisch) und Vaṇij (Tulā, der Händler); Lesung des GRETIL-Textes, Form unsicher (m. 1/3). Ca: und (avy.). Divākarādituṅgāḥ: von Divākara (Sūrya) an die Ucca-Zeichen; wörtl. divākara (Sonne) + ādi (beginnend mit) + tuṅga (Höhe, Ucca) (m. 1/3). Daśaśikhimanuyuk: zehn, drei und achtundzwanzig; wörtl. daśa (zehn) + śikhin (Feuer, Zahlwort 3) + manuyuj (manu 14, verdoppelt: 28) (m. 1/3). Tithīndriyāṃśais: mit fünfzehn und fünf Graden; wörtl. tithi (Mondtag, 15) + indriya (Sinn, 5) + aṃśa (Grad) (m. 3/3). Trinavakaviṃśatibhiś: mit siebenundzwanzig und zwanzig; wörtl. trinavaka (dreimal neun: 27) + viṃśati (zwanzig) (f. 3/3). Ca: und (avy.). Te: diese (m. 1/3). 'sta: der Untergang, hier das siebte Zeichen (Untergangsort) (n. 1/1). Nīcāḥ: niedrig, die Nīca-Punkte (m. 1/3).

GRETIL sa_varAhamihira-bRhajjAtaka; Übersetzung Yogi Narasimha

Am Himmel

Die hellen Sterne (bis 4,5 mag) im siderischen Abschnitt Tulā, mit den Nakṣatra-Grenzen, den drei Dreṣkāṇas (gestrichelt) und den Sternbildern entlang der Ekliptik. Länge und Breite im selben Massstab; grau hinterlegt das Band, in dem Mond und Planeten laufen (±8°). Die hellen Sterne (bis 4,5 mag) im siderischen Abschnitt Tulā, mit den Nakṣatra-Grenzen, den drei Dreṣkāṇas (gestrichelt) und den Sternbildern entlang der Ekliptik. Länge und Breite im selben Massstab; grau hinterlegt das Band, in dem Mond und Planeten laufen (±8°).

Die hellen Sterne (bis 4,5 mag) im siderischen Abschnitt Tulā, mit den Nakṣatra-Grenzen, den drei Dreṣkāṇas (gestrichelt) und den Sternbildern entlang der Ekliptik. Länge und Breite im selben Massstab; grau hinterlegt das Band, in dem Mond und Planeten laufen (±8°).

Gerechnet aus SIMBAD-Örtern, Epoche 2025,0, Ayanāṃśa Lahiri; Sternbildgrenzen nach Delporte (IAU 1930). Skript quellen/rashi/rechnung/sternkarten_tikz.py.

Das Zeichen ist nicht das Sternbild. Der siderische Abschnitt 180°–210° reicht heute von 204,2° bis 234,2° tropischer Länge. Die Ekliptik läuft darin zuerst 14,0° durch die Jungfrau, dann 16,0° durch die Waage; das Sternbild Waage beginnt also bei 13°57′ des Zeichens. Tulā ist sternarm: vier Sterne bis 4,5 mag im Band, der hellste Zubenelgenubi (α² Librae, 2,8 mag) bei 21°14′; Zubeneschamali (β Librae, 2,6 mag) steht 8,5° nördlich der Ekliptik und zählt nur als Randstern.

Gerechnet für das siderische Tulā von heute sind es in Mitteleuropa (47° N) gut 162 Minuten, in Ujjain 135 Minuten — beide Male „lang", wie Sārāvalī 3.37 sagt. Für den tropischen Tulā in Ujjain wäre es mittel; die ganze Einteilung stimmt nur für den tropischen Tierkreis in Mitteleuropa vollständig, bei den siderischen Zeichen dort für acht von zwölf.

Die Sonne tritt um den 17. Oktober in Tulā ein (Tulā-Saṅkrānti) und bleibt knapp 30 Tage (29,99), ein wenig unter dem Mittel von 30,44. Mit der Aufgangsdauer hat das nichts zu tun.

Die Verse

Die Verse dieser Seite stehen oben im Zusammenhang: der Ārambha-Vers zur Pāda-Verteilung, BPHS 4.15, Bṛhajjātaka 27.19 und 1.13 (Ucca und Nīca), jeder mit Wort-für-Wort-Glossar aus der Datenbank. Das Bild (Bṛhajjātaka 1.5, Sārāvalī 3.4) steht auf der Seite von Kanyā.

Zur Quellenlage dieses Portraits

Die Leitfassung ist das BPHS in der Fassung des Kurses (Kapitel 4, zu Tulā Vers 15 und der Anfang von 16). Daneben sind gelesen: Bṛhajjātaka 1 und 27 (GRETIL), Sārāvalī 3 (Ausgabe 1907), Phaladīpikā 1, das Jātaka-Pārijāta 1 (Ausgabe Sastri 1932) und das Yavanajātaka in Pingrees Übersetzung. Die Würden BPHS 3.49–54 fehlen in der Kursfassung und sind nach einer anderen Ausgabe derselben Linie ergänzt. Sterne und Aufgangszeiten sind mit den eigenen Rechenskripten aus SIMBAD-Örtern für 2025,0 und dem Lahiri-Ayanāṃśa gerechnet.