Meṣa

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मेष 1. Rāśi · 0°–30° siderisch · Herrscher Maṅgala

Meṣa, „der Widder", ist das erste der zwölf Zeichen. Mit ihm beginnt der siderische Tierkreis, und mit ihm beginnen die Nakṣatras: sein Anfangspunkt ist zugleich der Anfang von Aśvinī. Am Zeitmenschen (kālapuruṣa) ist er das Haupt. Die griechische Astrologie nannte das Zeichen Kriós; Varāhamihira überliefert den Namen als kriya.

Himmelsabschnitt

Meṣa umfasst die ersten 30° der Ekliptik, gezählt vom siderischen Nullpunkt. Darin liegen neun Nakṣatra-Pādas: die vier von Aśvinī, die vier von Bharaṇī und der erste von Kṛttikā.

Ārambha-Kursverse, Rāśi-Abschnitt (Meṣa)

अश्विनी भरणी कृत्तिकापादम् एकं मेषः ।

aśvinī bharaṇī kṛttikāpādam ekaṃ meṣaḥ ।

[Die vier Pādas von] Aśvinī, [die vier von] Bharaṇī und ein Pāda von Kṛttikā [bilden] Meṣa [den Widder].

Aśvinī: Aśvinī, 1. Nakṣatra (f. 1/1). Bharaṇī: Bharaṇī, 2. Nakṣatra (f. 1/1). Kṛttikāpādam: ein Pāda von Kṛttikā; wörtl. kṛttikā (3. Nakṣatra) + pāda (Viertel) (n. 1/1). Ekaṃ: ein, eines (n. 1/1). Meṣaḥ: Meṣa, der Widder (1. Rāśi) (m. 1/1).

Quelle ungeklärt (Ārambha-Kursmaterial, Pt. Sanjay Rath)

NakṣatraPādavonbisNavāṃśa
Aśvinī10°00′3°20′Meṣa (Vargottama)
Aśvinī23°20′6°40′Vṛṣabha
Aśvinī36°40′10°00′Mithuna
Aśvinī410°00′13°20′Karka
Bharaṇī113°20′16°40′Siṃha
Bharaṇī216°40′20°00′Kanyā
Bharaṇī320°00′23°20′Tulā
Bharaṇī423°20′26°40′Vṛścika
Kṛttikā126°40′30°00′Dhanus

Weil Meṣa ein bewegliches Zeichen ist, beginnt seine Navāṃśa-Reihe bei ihm selbst; der erste Navāṃśa ist darum vargottama, Zeichen und Neuntel fallen zusammen (Bṛhajjātaka 1.14). Die beiden Horās gehören Sūrya (0°–15°) und Candra (15°–30°), die drei Dreṣkāṇas Maṅgala, Sūrya und Guru — den Herren des 1., 5. und 9. Zeichens (Bṛhajjātaka 1.11).

Das Bild

Für die meisten Zeichen sagt Varāhamihira nur, sie sähen aus „wie ihr Name" (Bṛhajjātaka 1.5) — Meṣa also wie ein Widder. Das Yavanajātaka (1.14) fügt die Orte hinzu, an denen der Widder zu Hause ist: Pfade von Ziegen und Schafen, Höhlen und Berge, Verstecke von Räubern, Feuer, Metalle, Minen und Edelsteine.

Der Kurs teilt das Bild in drei Abschnitte zu 10°: die Beine, den Körper und den Kopf des Widders, und er beschreibt Maṅgala, den Herrn des Zeichens, auf dem Widder sitzend, mit Speer und Keule. Das ist Lehre des Kurses; ein klassischer Vers dafür ist nicht bekannt.

Der Steckbrief

Kālapuruṣadas Haupt BPHS 4.4; Bṛhajjātaka 1.4; Sārāvalī 3.5
Naturmännlich, krūra, ungerade BPHS 4.5; Bṛhajjātaka 1.11
Bewegungcara, beweglich BPHS 4.5; Bṛhajjātaka 1.11
TattvaFeuer (pāvakī) BPHS 4.7
Doṣapitta BPHS 4.6
Guṇarajas BPHS 4.7
VarṇaKṣatriya (nṛpajñāti, „vom Stand der Könige") BPHS 4.7; Jātaka-Pārijāta 1.20
Farberot BPHS 4.6; Bṛhajjātaka 1.20; Sārāvalī 3.40
Gestaltgross, vierfüssig BPHS 4.6
RichtungOsten BPHS 4.7; Bṛhajjātaka 1.11
Wohnortdie Berge BPHS 4.7; Yavanajātaka 1.14
Aufgangpṛṣṭhodaya, mit dem Rücken voran BPHS 4.7; Bṛhajjātaka 1.10; Sārāvalī 3.24
Tag/Nachtnachts stark BPHS 4.6; Bṛhajjātaka 1.10
Aufgangsdauerkurz (hrasva) Sārāvalī 3.37; Jātaka-Pārijāta 1.13; Rechnung
Kendra-Stärkeals Vierfüssler im 10. Haus Bṛhajjātaka 1.17; Sārāvalī 3.23
HerrscherMaṅgala BPHS 4.7; Bṛhajjātaka 1.6
Ucca darinSūrya, am höchsten bei 10° BPHS 3.49–50; Bṛhajjātaka 1.13
Nīca darinŚani, am tiefsten bei 20° BPHS 3.49–50; Bṛhajjātaka 1.13
MūlatrikoṇaMaṅgala, 0°–12° BPHS 3.52; Bṛhajjātaka 1.14 (nur das Zeichen)
Griechischer Namekriya, aus griechisch Kriós, „Widder" Bṛhajjātaka 1.8; Sārāvalī 3.7
Weitere Namenaja („Bock"), viśva, tumbura, ādya („der erste") Jātaka-Pārijāta 1.4
ĀdityaDhātṛ Kurs
Sauramāsadie Sonne steht hier etwa vom 14. April bis 15. Mai, 30,9 Tage Rechnung (Lahiri, 2026)

Fast alle diese Angaben stehen in zwei Versen der Kursfassung des BPHS beisammen. Der erste beginnt mit der Doṣa-Reihe, die mit Meṣa anfängt und sich alle vier Zeichen wiederholt — Pitta, Vāta, alle drei, Kapha —, und beschreibt dann Meṣa selbst:

BPHS 4.6

पित्तानिलत्रिधात्वौक्यश्लेष्मिकाश्च क्रियादयः रक्तवर्णो बृहद्गात्रश्चतुष्पाद्रात्रिविक्रमी ॥ 4.6॥

pittānilatridhātvaukyaśleṣmikāśca kriyādayaḥ raktavarṇo bṛhadgātraścatuṣpādrātrivikramī ॥ 4.6॥

Die cholerische, die windige, die aus allen drei Teilen bestehende und die phlegmatische Konstitution haben ihren Platz der Reihe nach vom Meṣa aus gesehen. Blutrote Farbe und einen grossen Körper habend, vierfüssig die Nacht durchschreitend.

Pittānilatridhātvaukyaśleṣmikāśca: von Pitta, Vāta, den drei vereinten Doṣas und Kapha; wörtl. pitta + anila (Wind: Vāta) + tridhātu (die drei Doṣas) + aikya (Vereinigung) + śleṣmika (kaphahaft) (m. 1/3). Kriyādayaḥ: die Zeichen ab Kriya (Meṣa); wörtl. kriya (griech. Krios) + ādi (beginnend mit) (m. 1/3). Raktavarṇo: von roter Farbe; wörtl. rakta (rot) + varṇa (Farbe) (m. 1/1). Bṛhadgātraś: grossgliedrig; wörtl. bṛhat (gross) + gātra (Glied, Körper) (m. 1/1). Catuṣpād: vierfüssig (m. 1/1). Rātrivikramī: nachts kraftvoll; wörtl. rātri (Nacht) + vikramin (kraftvoll) (m. 1/1).

Kursfassung; Übersetzung nach der shloka-Datenbank, Glossar 2026-10-21

BPHS 4.7

पूर्ववासी नृपज्ञातिः शैलचारी रजोगुणी । पृष्ठोदयी पावकी च मेषराशिः कुजाधिपः ॥ 4.7॥

pūrvavāsī nṛpajñātiḥ śailacārī rajoguṇī pṛṣṭhodayī pāvakī ca meṣarāśiḥ kujādhipaḥ ॥ 4.7॥

Im Osten wohnend, vom Stand der Könige, in den Bergen umherstreifend, von der Eigenschaft Rajas, mit dem Rücken voran aufgehend und feurig: das ist das Zeichen Meṣa, mit Kuja als Herrn.

Pūrvavāsī: im Osten wohnend; wörtl. pūrva (Osten) + vāsin (wohnend) (m. 1/1). Nṛpajñātiḥ: vom Stand der Könige; wörtl. nṛpa (König) + jñāti (Verwandtschaft) (m. 1/1). Śailacārī: in den Bergen umherstreifend; wörtl. śaila (Berg) + cārin (wandelnd) (m. 1/1). Rajoguṇī: von der Eigenschaft Rajas; wörtl. rajas + guṇin (eine Eigenschaft habend) (m. 1/1). Pṛṣṭhodayī: mit dem Rücken voran aufgehend; wörtl. pṛṣṭha (Rücken) + udaya (Aufgang) (m. 1/1). Pāvakī: feurig; zu pāvaka (Feuer) (m. 1/1). Ca: und (avy.). Meṣarāśiḥ: das Zeichen Meṣa (m. 1/1). Kujādhipaḥ: mit Kuja (Maṅgala) als Herrn; wörtl. kuja (Erdgeborener) + adhipa (Herr) (m. 1/1).

Kursfassung; die Übersetzung der Datenbank gibt pāvakī mit „Sohn des Feuers" wieder, gemeint ist „feurig"

Wo die Quellen auseinandergehen

Gross oder kurz? BPHS 4.6 nennt Meṣa bṛhadgātra, „grossgliedrig"; die Sārāvalī (3.37) und das Jātaka-Pārijāta (1.13) zählen Meṣa zu den „kurzen" Zeichen. Das widerspricht sich nicht, denn es sind zwei verschiedene Eigenschaften: die eine meint die Gestalt des Widders, die andere die Zeit, die das Zeichen braucht, um über den Horizont zu steigen (unten, „Am Himmel").

Berg oder Wald? Die Kursfassung des BPHS und das Yavanajātaka setzen Meṣa in die Berge, das Jātaka-Pārijāta auf metallhaltigen Boden; die Phaladīpikā (1.5) nennt als seinen Ort den Wald.

Die drei Dreṣkāṇas

Varāhamihira beschreibt für jedes Drittel eines Zeichens (je 10°) eine Gestalt (Bṛhajjātaka 27). Die Bilder gehen auf die Dekane der hellenistischen Astrologie zurück; Varāhamihira sagt selbst an mehreren Stellen des Kapitels, sie seien von den Yavanas gelehrt.

Bṛhajjātaka 27.1 — erster Dreṣkāṇa (0°–10°)

कट्यां सितवस्त्रवेष्टितः कृष्णः शक्त इवाभिरक्षितुम् । रौद्रः परशुं समुद्यतं धत्ते रक्तविलोचनः पुमान् ॥

kaṭyāṃ sitavastraveṣṭitaḥ kṛṣṇaḥ śakta ivābhirakṣitum । raudraḥ paraśuṃ samudyataṃ dhatte raktavilocanaḥ pumān ॥

Ein dunkler Mann, ein weisses Tuch um die Hüfte gewunden, wie einer, der zu schützen vermag: grimmig, rotäugig, hält er die Axt erhoben.

Kaṭyāṃ: um die Hüfte (f. 7/1). Sitavastraveṣṭitaḥ: mit weissem Tuch umwunden; wörtl. sita (weiss) + vastra (Tuch) + veṣṭita (umwickelt) (m. 1/1). Kṛṣṇaḥ: schwarz, dunkel (m. 1/1). Śakta: fähig (m. 1/1). Ivābhirakṣitum: gleichsam — zu schützen (Infinitiv von abhi-√rakṣ) (avy.). Raudraḥ: grimmig, furchterregend (m. 1/1). Paraśuṃ: die Axt (m. 2/1). Samudyataṃ: erhoben (m. 2/1). Dhatte: hält (laṭ III/1). Raktavilocanaḥ: rotäugig; wörtl. rakta (rot) + vilocana (Auge) (m. 1/1). Pumān: ein Mann (m. 1/1).

GRETIL sa_varAhamihira-bRhajjAtaka; Übersetzung Yogi Narasimha

Der zweite Dreṣkāṇa (10°–20°) ist eine Frau in roten Gewändern, die an Schmuck und Speise denkt, krugförmig, pferdegesichtig, durstig, auf einem Bein stehend (27.2). Der dritte (20°–30°) ist ein grausamer, rotbrauner, geschickter Mann, der seine Gelübde gebrochen hat, Rotes trägt und den Stab erhebt (27.3). Die Sārāvalī kennt diese Gestalten nicht; ihr Dreṣkāṇa-Kapitel beschreibt den Charakter des Geborenen.

Aufgang und Tageskraft

Meṣa gehört zu den sechs Zeichen, die „mit dem Rücken voran" aufgehen und nachts stark sind. Varāhamihira fasst die Regel für den ganzen Tierkreis in einen Vers:

Bṛhajjātaka 1.10 (GRETIL, nach der Ausgabe Oriental Books Reprint Corporation, 2. Aufl. 1979)

गोजाश्विकर्किमिथुनाः समृगा निशाख्याः पृष्ठोदया विमिथुनाः कथितास् त एव । शीर्षोदया दिनबलाश् च भवन्ति शेषा लग्नं समेत्य् उभयतः पृथुरोमयुग्मम् ॥

gojāśvikarkimithunāḥ samṛgā niśākhyāḥ pṛṣṭhodayā vimithunāḥ kathitās ta eva । śīrṣodayā dinabalāś ca bhavanti śeṣā lagnaṃ samety ubhayataḥ pṛthuromayugmam ॥

Vṛṣa, Meṣa, Dhanus, Karka und Mithuna samt Makara heissen Nachtzeichen; dieselben ohne Mithuna gehen mit dem Rücken voran auf. Die übrigen gehen mit dem Haupt voran auf und sind am Tag stark; das Fischpaar erreicht den Horizont von beiden Seiten.

Gojāśvikarkimithunāḥ: Vṛṣa, Meṣa, Dhanus, Karka und Mithuna; wörtl. go (Rind) + aja (Bock) + aśvin (der Pferdeleibige) + karkin (Krebs) + mithuna (Paar) (m. 1/3). Samṛgā: samt Makara; wörtl. sa (mit) + mṛga (Gazelle: Makara) (m. 1/3). Niśākhyāḥ: Nachtzeichen genannt; wörtl. niśā (Nacht) + ākhya (genannt) (m. 1/3). Pṛṣṭhodayā: mit dem Rücken voran aufgehend; wörtl. pṛṣṭha (Rücken) + udaya (Aufgang) (m. 1/3). Vimithunāḥ: ohne Mithuna; wörtl. vi (ohne) + mithuna (m. 1/3). Kathitās: genannt (Part. Perf. Pass. von √kath) (m. 1/3). Ta: diese (m. 1/3). Eva: eben, dieselben (avy.). Śīrṣodayā: mit dem Haupt voran aufgehend; wörtl. śīrṣa (Haupt) + udaya (Aufgang) (m. 1/3). Dinabalāś: am Tag stark; wörtl. dina (Tag) + bala (Kraft) (m. 1/3). Ca: und (avy.). Bhavanti: sind (laṭ III/3). Śeṣā: die übrigen (m. 1/3). Lagnaṃ: den Horizont, den Aufgangspunkt (n. 2/1). Samety: erreicht (laṭ III/1). Ubhayataḥ: von beiden Seiten (avy.). Pṛthuromayugmam: das Fischpaar (Mīna); wörtl. pṛthuroman (der Breitschuppige: Fisch) + yugma (Paar) (n. 1/1).

GRETIL sa_varAhamihira-bRhajjAtaka; Übersetzung Yogi Narasimha

Am Himmel

Die hellen Sterne (bis 4,5 mag) im siderischen Abschnitt Meṣa, mit den Nakṣatra-Grenzen, den drei Dreṣkāṇas (gestrichelt) und den Sternbildern entlang der Ekliptik. Länge und Breite im selben Massstab; grau hinterlegt das Band, in dem Mond und Planeten laufen (±8°). Die hellen Sterne (bis 4,5 mag) im siderischen Abschnitt Meṣa, mit den Nakṣatra-Grenzen, den drei Dreṣkāṇas (gestrichelt) und den Sternbildern entlang der Ekliptik. Länge und Breite im selben Massstab; grau hinterlegt das Band, in dem Mond und Planeten laufen (±8°).

Die hellen Sterne (bis 4,5 mag) im siderischen Abschnitt Meṣa, mit den Nakṣatra-Grenzen, den drei Dreṣkāṇas (gestrichelt) und den Sternbildern entlang der Ekliptik. Länge und Breite im selben Massstab; grau hinterlegt das Band, in dem Mond und Planeten laufen (±8°).

Gerechnet aus SIMBAD-Örtern, Epoche 2025,0, Ayanāṃśa Lahiri; Sternbildgrenzen nach Delporte (IAU 1930). Skript quellen/rashi/rechnung/sternkarten_tikz.py.

Das Zeichen ist nicht das Sternbild. Der siderische Abschnitt 0°–30° reicht heute von 24,2° bis 54,2° tropischer Länge. Die Ekliptik läuft darin zuerst 4,8° durch das Sternbild Fische, dann 24,7° durch den Widder und zuletzt ein halbes Grad durch den Stier. Die beiden hellen Sterne des Widders, Hamal (α Arietis, 2,0 mag) und Sheratan (β Arietis, 2,7 mag), stehen im Abschnitt bei 13°48′ und 10°07′, aber knapp nördlich des Bandes, in dem die Planeten laufen; im Band selbst ist der hellste Stern Alpherg in den Fischen (3,6 mag). Meṣa ist damit ein lichtschwaches Zeichen.

Wie lange das Zeichen braucht, um über den Horizont zu steigen, hängt von der geographischen Breite ab. Gerechnet für das siderische Meṣa von heute sind es in Mitteleuropa (47° N) knapp 73 Minuten, in Ujjain gut 100 Minuten — in beiden Fällen weniger als die zwei Stunden, die ein Zeichen im Mittel braucht. Die Sārāvalī (3.37) nennt Meṣa ein „kurzes" Zeichen, und die Rechnung bestätigt das. Die ganze Einteilung der Sārāvalī in kurze, mittlere und lange Zeichen stimmt allerdings nur für den tropischen Tierkreis vollständig; bei den heutigen siderischen Zeichen trifft sie in Mitteleuropa für acht von zwölf zu. Sie ist mit der hellenistischen Astrologie gekommen und wurde für die Zeichen ihrer Zeit formuliert.

Die Sonne tritt um den 14. April in Meṣa ein (Meṣa-Saṅkrānti, das Neujahr vieler indischer Kalender) und bleibt knapp 31 Tage. Mit der Aufgangsdauer hat diese Verweildauer nichts zu tun; sie folgt aus der Ellipsenbahn der Erde.

Die Verse

Die Verse dieser Seite stehen oben im Zusammenhang: der Ārambha-Vers zur Pāda-Verteilung, BPHS 4.6 und 4.7, Bṛhajjātaka 1.10 und 27.1, jeder mit Wort-für-Wort-Glossar aus der Datenbank.

Zur Quellenlage dieses Portraits

Die Leitfassung ist das BPHS in der Fassung des Kurses (Kapitel 4, zu jedem Zeichen ein bis zwei Verse). Daneben sind gelesen: Bṛhajjātaka 1 und 27 (GRETIL), Sārāvalī 3 (Ausgabe 1907), Phaladīpikā 1, das Jātaka-Pārijāta 1 (Ausgabe Sastri 1932) und das Yavanajātaka in Pingrees Übersetzung. Sterne und Aufgangszeiten sind mit den eigenen Rechenskripten aus SIMBAD-Örtern für 2025,0 und dem Lahiri-Ayanāṃśa gerechnet.