Pūrva-Bhādrapadā

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पूर्वभाद्रपदा 25. Nakṣatra · 20°00′ Kumbha bis 3°20′ Mīna (siderisch) · Herrscher Guru

Pūrva-Bhādrapadā ist die vordere Hälfte eines Paares. Die vedischen Texte nennen es pū́rve proṣṭhapadā́ḥ, „die vorderen Proṣṭhapadās", und setzen ihm úttare, „die hinteren", unmittelbar zur Seite — beide zusammen bilden eine einzige Sternfigur, die erst die spätere Überlieferung in zwei Abschnitte geteilt hat. Die Gottheit ist Aja Ekapād, der „einfüssige Bock", eine der dunkelsten Gestalten des vedischen Götterhimmels. Und die Sternzuordnung dieses Abschnitts gehört zusammen mit der seines Zwillings zu den drei unklarsten der ganzen Reihe: das Sūrya-Siddhānta sagt hier etwas, das mit seinen eigenen Zahlen nicht zusammengeht. Das wird unten nicht geglättet.

Himmelsabschnitt und Pādas

Pūrva-Bhādrapadā reicht von 320°00′ bis 333°20′ siderischer Länge und liegt damit über einer Zeichengrenze: die ersten drei Pādas fallen nach Kumbha (Wassermann), der vierte nach Mīna (Fische). Es ist eines der neun Nakṣatras, bei denen das so ist — mit der Folge, dass mehrere Attribute, die am Rāśi hängen, innerhalb desselben Nakṣatras wechseln.

PādavonbisNavāṃśaPuruṣārthaSilbe
120°00′ Kumbha23°20′ KumbhaMeṣaDharmaसे se
223°20′ Kumbha26°40′ KumbhaVṛṣabhaArthaसो so
326°40′ Kumbha30°00′ KumbhaMithunaKāmaदा
40°00′ Mīna3°20′ MīnaKarkaMokṣaदी

Die Gradgrenzen und die Navāṃśa-Zuordnung sind reine Arithmetik und gegen die eigene Berechnungsbibliothek geprüft. Kumbha ist ein festes Zeichen; seine Navāṃśa-Reihe beginnt deshalb beim neunten von ihm aus, also bei Tulā, und ist bei Pūrva-Bhādrapadā schon wieder bei Meṣa angelangt. Die Silben stammen aus der Lehrüberlieferung; ein klassischer Vers, der sie festlegt, liess sich hier nicht nachweisen.

Dass drei Pādas in Kumbha liegen, sagt der Vers, der die Pādas auf die Zeichen verteilt:

Ārambha-Kursverse, Rāśi-Abschnitt (Kumbha)

धनिष्ठार्धं शतभिषा पूर्वाभाद्रपदापादत्रयं कुम्भः

dhaniṣṭhārdhaṃ śatabhiṣā pūrvābhādrapadāpādatrayaṃ kumbhaḥ

Die [zweite] Hälfte von Dhaniṣṭhā, [die vier Pādas von] Śatabhiṣā und drei Pādas von Pūrvābhādrapadā [bilden] Kumbha [den Wassermann].

Dhaniṣṭhārdhaṃ: die Hälfte von Dhaniṣṭhā; wörtl. dhaniṣṭhā (23. Nakṣatra) + ardha (Hälfte) (n. 1/1). Śatabhiṣā: Śatabhiṣā, 24. Nakṣatra (f. 1/1). Pūrvābhādrapadāpādatrayaṃ: drei Pādas von Pūrvābhādrapadā; wörtl. pūrvābhādrapadā (25. Nakṣatra) + pāda (Viertel) + traya (Dreiheit) (n. 1/1). Kumbhaḥ: Kumbha, der Wassermann (11. Rāśi) (m. 1/1).

Quelle ungeklärt (Ārambha-Kursmaterial, Pt. Sanjay Rath)

Der vierte Pāda gehört zu Mīna — das sagt der nächste Vers derselben Reihe, der zugleich zeigt, dass die letzten drei Nakṣatras der Reihe alle in diesem einen Zeichen zusammenkommen:

Ārambha-Kursverse, Rāśi-Abschnitt (Mīna)

पूर्वाभाद्रपदापादम् एकम् उत्तराभाद्रपदा रेवत्यन्तं मीनः

pūrvābhādrapadāpādam ekam uttarābhādrapadā revatyantaṃ mīnaḥ

Ein Pāda von Pūrvābhādrapadā, [die vier von] Uttarābhādrapadā und [alles weitere] bis zum Ende von Revatī [bilden] Mīna [die Fische].

Pūrvābhādrapadāpādam: ein Pāda von Pūrvābhādrapadā; wörtl. pūrvābhādrapadā (25. Nakṣatra) + pāda (Viertel) (n. 1/1). Ekam: ein, eines (n. 1/1). Uttarābhādrapadā: Uttarābhādrapadā, 26. Nakṣatra (f. 1/1). Revatyantaṃ: mit Revatī (27. Nakṣatra) endend, bis zum Ende von Revatī; wörtl. revatī + anta (Ende) (n. 1/1). Mīnaḥ: Mīna, die Fische (12. Rāśi) (m. 1/1).

Quelle ungeklärt (Ārambha-Kursmaterial, Pt. Sanjay Rath)

Die Devatā

Über den Abschnitt herrscht Aja Ekapād, der „einfüssige Bock" — oder „der einfüssige Ungeborene", denn aja trägt beide Bedeutungen und die Überlieferung hat sich nie entschieden. Die Zuordnung ist so alt wie die Nakṣatra-Listen selbst: Taittirīya-Saṃhitā und Taittirīya-Brāhmaṇa nennen ihn übereinstimmend, und Varāhamihira führt ihn Jahrhunderte später in derselben Stellung (ajapādo, Bṛhat Saṃhitā 97.5). Ein Widerspruch zwischen den Zeugen besteht hier nicht — anders als bei Citrā, Śatabhiṣaj oder den beiden Phalgunīs.

Wer Aja Ekapād ist, sagen die Texte dagegen kaum. Er gehört zu einer kleinen Gruppe vedischer Gestalten, die in den Listen erscheinen und sonst fast nirgends. Der Nakṣatreṣṭi-Vers des Taittirīya-Brāhmaṇa beschreibt ihn als eine Sonnengestalt: er geht im Osten auf, jubelt allen Wesen entgegen, steigt in den Luftraum und erreicht den Himmel (der Wortlaut steht unten bei den Versen). Bhaṭṭabhāskara Miśra liest ihn dagegen als eine besondere Erscheinungsform des Agniaja ekapāt agniviśeṣaḥ, „Aja Ekapād bezeichnet eine besondere Gestalt des Agni" — und deutet die beiden Wörter als Beschreibung eines Feuers, das „mit einem Fuss" opfert. Beide Deutungen stehen nebeneinander; der Mantratext selbst nennt ihn im Schlussvers sū́ryaṃ devám, „den Sonnengott".

Die spätere Lehrüberlieferung setzt Aja Ekapād mit Rudra oder Śiva gleich. Dafür findet sich in den hier eingesehenen Quellen kein Beleg; das gehört zur modernen Fachliteratur, nicht zum Textbefund.

Die Śakti

Jedem Nakṣatra wird eine Śakti zugeschrieben, eine Wirkkraft, in einer eigentümlich dreigliedrigen Form: ein Begriff für die Kraft selbst, dazu etwas „oberhalb" und etwas „unterhalb", und aus dem Zusammentreffen der drei ein Ergebnis. Die Wurzel liegt im Taittirīya-Brāhmaṇa, das zu jedem Nakṣatra ein Paar parastāt („oberhalb") und avastāt („unterhalb") nennt — für Pūrva-Bhādrapadā vaiśvānara und vaiśvāvasava. Das mittlere Glied und das Ergebnis fehlen dort. Sie stehen erst im Kommentar, und zwar nicht bei Sāyaṇa, wie häufig angenommen wird, sondern bei Bhaṭṭabhāskara Miśra:

Bhaṭṭabhāskara Miśra, Bhāṣyadīpikā zu Taittirīya-Brāhmaṇa 1.5.1

एकेन पादेन यज्ञियेन हविषा यजतो ऽग्नेस् त्रयं भवति परस्ताद् वैश्वानरं विश्वेभ्यो नरेभ्यो हितं रूपम् मध्ये कालात्मिका यजमानोद्यमनशक्तयः अवस्ताद् वैश्वावसवं विश्वेभ्यो देवेभ्यो हितं रूपम् एतत्त्रयोपपत्तौ विश्वं लोकं धारयन्ति

ekena pādena yajñiyena haviṣā yajato 'gnes trayaṃ bhavati parastād vaiśvānaraṃ viśvebhyo narebhyo hitaṃ rūpam madhye kālātmikā yajamānodyamanaśaktayaḥ avastād vaiśvāvasavaṃ viśvebhyo devebhyo hitaṃ rūpam etattrayopapattau viśvaṃ lokaṃ dhārayanti

Von Agni, der mit einem Fuss durch die opferwürdige Gabe opfert, gibt es ein Dreifaches: oberhalb das Vaiśvānara, die allen Menschen zuträgliche Gestalt; in der Mitte die zeitgestaltigen Kräfte des Sich-Aufraffens des Opferherrn; unterhalb das Vaiśvāvasava, die allen Göttern zuträgliche Gestalt. Wenn diese drei zustande kommen, tragen sie die ganze Welt.

Ekena: mit einem (m. 3/1). Pādena: mit dem Fuss (m. 3/1). Yajñiyena: mit der opferwürdigen (n. 3/1). Haviṣā: mit der Opfergabe (n. 3/1). Yajato: des Opfernden (Part. Präs., m. 6/1). 'gnes: des Agni (m. 6/1). Trayaṃ: eine Dreiheit (n. 1/1). Bhavati: es gibt, entsteht (laṭ III/1). Parastād: oberhalb, darüber (avy.). Vaiśvānaraṃ: das dem Vaiśvānara Gehörige; wörtl. viśva (all) + nara (Mensch) (n. 1/1). Viśvebhyo: allen (m. 4/3). Narebhyo: den Menschen (m. 4/3). Hitaṃ: zuträglich, heilsam (n. 1/1). Rūpam: Gestalt, Form (n. 1/1). Madhye: in der Mitte (n. 7/1). Kālātmikā: zeitgestaltig, deren Wesen die Zeit ist; wörtl. kāla (Zeit) + ātmikā (wesenhaft) (f. 1/3). Yajamānodyamanaśaktayaḥ: die Kräfte des Sich-Aufraffens des Opferherrn; wörtl. yajamāna (Opferherr) + udyamana (Sich-Aufraffen, Anspannung) + śakti (Kraft) (f. 1/3). Avastād: unterhalb, darunter (avy.). Vaiśvāvasavaṃ: das den Vasus insgesamt Gehörige; wörtl. viśva (all) + vasu (die Vasus) (n. 1/1). Viśvebhyo: allen (m. 4/3). Devebhyo: den Göttern (m. 4/3). Hitaṃ: zuträglich (n. 1/1). Rūpam: Gestalt (n. 1/1). Etattrayopapattau: beim Zusammentreffen dieser drei; wörtl. etad (dies) + traya (Dreiheit) + upapatti (Zustandekommen) (f. 7/1). Viśvaṃ: all, ganz (m. 2/1). Lokaṃ: Welt (m. 2/1). Dhārayanti: sie tragen, sie halten (laṭ III/3).

Taittirīya-Brāhmaṇa mit Bhaṭṭabhāskara-Bhāṣya, Aṣṭaka 1, hrsg. A. Mahādeva Śāstrī, Mysore 1908, S. 252, Kommentarabschnitt 23. Grammatische Exkurse des Kommentars sind hier ausgelassen.

Zwei Dinge sind an dieser Formel bemerkenswert, und beide gehen in der gängigen Wiedergabe verloren.

Erstens der Plural. Das mittlere Glied heisst hier nicht śakti, sondern śaktayaḥ — „die Kräfte", Mehrzahl. Dasselbe gilt für Uttara-Bhādrapadā (varṣodyamanaśaktayaḥ). Von allen 27 Formeln stehen nur diese beiden im Plural; Viśākhā hat als einzige weitere einen Dual. Die moderne Literatur ebnet das durchweg zu einer Einzahl ein. Die beiden Bhādrapadās sind aber gerade das Nakṣatrapaar, dessen Sterne eine Figur bilden — der Plural ist hier kaum ein Zufall der Handschrift.

Zweitens das Wort kālātmikā, „zeitgestaltig". Es steht bei allen 27 Formeln und fehlt in der gesamten modernen Wiedergabe. Gemeint ist nicht eine Kraft schlechthin, sondern die Kraft des Zeitlaufs an dieser Himmelsstelle.

Die Formel selbst lautet also: die zeitgestaltigen Kräfte, mit denen der Opferherr sich aufrafft — oberhalb das allen Menschen Zuträgliche, unterhalb das allen Göttern Zuträgliche; und wenn die drei zusammentreffen, tragen sie die ganze Welt. Es ist eine Opfer-Formel, keine Charakterbeschreibung.

Der Steckbrief

Die folgenden Zuschreibungen stammen aus verschiedenen Schichten der Überlieferung. Die Spalte rechts sagt bei jeder, worauf sie sich stützt. Wo eine Angabe in den hier greifbaren Quellen keinen Beleg hat, steht das ausdrücklich da, statt sie stillschweigend mitzuführen.

Himmelsabschnitt20°00′ Kumbha bis 3°20′ Mīna, siderisch Rechnung; Verse zur Pāda-Verteilung
Fixsterneα und β Pegasi; yogatārā nach der Sollposition α Pegasi (Markab) Sūrya-Siddhānta 8.2/8.6; Burgess 1860
Sternzahlzwei (pakṣa) Bṛhat Saṃhitā 97.1–2
HerrscherGuru (Bṛhaspati) Viṃśottarī-Reihe
DevatāAja Ekapād, der einfüssige Bock Taittirīya-Saṃhitā 4.4.10; Taittirīya-Brāhmaṇa 1.5.1 und 3.1.2; Bṛhat Saṃhitā 97.5
Śaktiyajamānodyamana-śaktayaḥ (Plural), „die zeitgestaltigen Kräfte des Sich-Aufraffens des Opferherrn" — oberhalb das allen Menschen Zuträgliche, unterhalb das allen Göttern Zuträgliche; Ergebnis: sie tragen die ganze Welt Bhaṭṭabhāskara zu Taittirīya-Brāhmaṇa 1.5.1
SymbolFussteil eines Totenbetts — die Zuordnung vorne/hinten ist im eigenen Material widersprüchlich, siehe unten Lehrüberlieferung
Namensbedeutungältere Form pū́rve proṣṭhapadā́ḥ, „die vorderen Proṣṭhapadās"; pūrva „vorder" ist im Text belegt, die Deutung von proṣṭhapadā selbst nicht Taittirīya-Brāhmaṇa 1.5.1; siehe unten
Wesensartugra / krūra (schrecklich, grausam) Bṛhat Saṃhitā 97.8; Muhūrta-Cintāmaṇi 2.4
Gaṇamanuṣya (menschlich) Muhūrta-Cintāmaṇi 6.29; Nārada-Saṃhitā 29.127
Yoni (Tier)Löwe (siṃha), geteilt mit Dhaniṣṭhā Muhūrta-Cintāmaṇi 6.25
Yoni-Geschlechtin der klassischen Lehre nicht vergeben siehe unten
Nāḍīādi (die erste) Muhūrta-Cintāmaṇi 6.34
Varṇaim Heiratsvergleich nach dem Rāśi: Pādas 1–3 śūdra (Kumbha), Pāda 4 brāhmaṇa (Mīna) — in der Gesellschaftszuordnung dagegen agraja, Brahmane zwei verschiedene Systeme, siehe unten
GuṇaSattva/Sattva/Rajas im Nakṣatra-Guṇa-Schema — Sattva im Navatārā-Schema zwei verschiedene Systeme, siehe unten
LokaSvarga eigenes Kursmaterial
TattvaĀkāśa (Raum) eigenes Kursmaterial
Mukhaadhomukha (abwärts blickend) Muhūrta-Cintāmaṇi 2.9
Silbenसे se · सो so · दा · दी Lehrüberlieferung
Körperteilrechter Oberschenkel — im Nakṣatrapuruṣa-Schema, das ab Kṛttikā zählt eigenes Kursmaterial
Puruṣārthaje Pāda Dharma · Artha · Kāma · Mokṣa Lehrüberlieferung
TätigkeitenAusrottung, Vernichtung, Betrug; Fesselung, Gift, Brandlegung, Waffengewalt Bṛhat Saṃhitā 97.8; Muhūrta-Cintāmaṇi 2.4
MenschengruppenDiebe, Hirten, Grausame, Ackerknechte, Niedrige, Betrüger, Pflichtlose, Faustkämpfer Bṛhat Saṃhitā 15.23
Geburtsdeutungkühn in der Rede, durchtrieben, von Furcht geplagt, nachgiebig Jātaka-Pārijāta 9.90

Wo die Quellen auseinandergehen

Vorne und hinten — im eigenen Material vertauscht. Das Symbol der beiden Bhādrapadās ist ein Totenbett (oder, in anderer Fassung, ein Bett); Pūrva bekommt das eine Ende, Uttara das andere. Welches Ende welchem gehört, sagt das eigene Kursmaterial an drei Stellen — und widerspricht sich dabei. Der Fliesstext und die Nakṣatramaṇḍala-Tabelle setzen übereinstimmend Pūrva = Fussteil, Uttara = Kopfteil. Die zusammenfassende Symboltabelle am Kapitelende dreht es um und schreibt Pūrva „Hinterteil des Totenbettes", Uttara „Vorderteil". Dieselbe Umkehrung steht dort auch beim Paar Pūrva-/Uttara-Phalgunī. Zwei von drei eigenen Stellen stimmen überein, die dritte widerspricht beiden — das sieht nach einem Übertragungsfehler beim Erstellen der Schlusstabelle aus, nicht nach einer Lehrmeinungsdifferenz. Hier wird die Mehrheitslesart geführt und der Fehler benannt, nicht übernommen. Ein klassischer Vers, der das Symbol überhaupt nennt, liess sich nicht finden.

Varṇa. Zwei Systeme laufen unter demselben Wort. Im Heiratsvergleich, dem Melāpaka, wird der Varṇa nach dem Rāśi vergeben, nicht nach dem Nakṣatra — der Muhūrta-Cintāmaṇi sagt es ausdrücklich in 6.22, und der Kommentar löst auf: Mīna, Vṛścika und Karka sind Brahmanen; Mithuna, Tulā und Kumbha Śūdras. Für Pūrva-Bhādrapadā heisst das, dass der Varṇa innerhalb des Nakṣatras wechselt: Pādas 1 bis 3 liegen in Kumbha und sind śūdra, Pāda 4 liegt in Mīna und ist brāhmaṇa. Das ist keine Ungenauigkeit der Überlieferung, sondern folgt zwingend aus dem Vers.

Muhūrta-Cintāmaṇi 6.22

द्विजा झषालिकर्कटास् ततो नृपा विशो ऽङ्घ्रिजाः

dvijā jhaṣālikarkaṭās tato nṛpā viśo 'ṅghrijāḥ

Brahmanen [sind] Mīna, Vṛścika und Karka; darauf die Fürsten [Kṣatriyas], die Vaiśyas, die Śūdras.

Dvijā: Brahmanen; wörtl. „zweimal Geborene" (m. 1/3). Jhaṣālikarkaṭās: Mīna, Vṛścika und Karka; wörtl. jhaṣa (Fisch = Mīna) + āli (Skorpion = Vṛścika) + karkaṭa (Krebs = Karka) (m. 1/3). Tato: darauf, danach (avy.). Nṛpā: Fürsten, Kṣatriyas; wörtl. nṛ (Mensch) + pa (schützend) (m. 1/3). Viśo: Vaiśyas, die Leute des dritten Standes (f. 1/3). 'ṅghrijāḥ: Śūdras; wörtl. aṅghri (Fuss) + ja (geboren) (m. 1/3).

Der Kommentar löst auf: mithunatulākumbhā aṅghrijāḥ śūdrāḥ — „Mithuna, Tulā und Kumbha sind die Fussgeborenen, die Śūdras."

Die modernen Tabellen geben für Pūrva-Bhādrapadā stattdessen meist brāhmaṇa, und zwar für das ganze Nakṣatra. Diese Angabe stammt aus Bṛhat Saṃhitā 15.28, wo die drei Pūrvā samt Kṛttikā den agraja, den „Erstgeborenen", zugewiesen werden. Das ist eine gesellschaftsprognostische Zuordnung mit sieben Klassen — darunter „Grausame", „Dienende" und „Caṇḍālas" —, kein Kūṭa der Heiratsprüfung. Beide Angaben sind für sich richtig; wer mit dem Aṣṭakūṭa rechnet, muss den Rāśi-Varṇa ansetzen.

Guṇa. Auch hier liegen zwei Systeme übereinander. Das eine ordnet den Nakṣatras Guṇas nach ihrer Stellung im Dreierschritt der Lokas zu und ergibt für Pūrva-Bhādrapadā die Folge Sattva/Sattva/Rajas, dazu den Loka Svarga; das andere zählt im Navatārā-Schema und ergibt Sattva nach dem Tārā-Herrscher Guru. Beide stehen im selben eigenen Kursmaterial, an verschiedenen Stellen. Sie widersprechen einander nicht wirklich — sie beantworten verschiedene Fragen —, werden aber regelmässig vermengt.

Yoni-Geschlecht. Die modernen Tabellen geben für Pūrva-Bhādrapadā „Löwe, männlich". Das Tier ist belegt, das Geschlecht nicht. Die klassische Lehre kennt vierzehn Tiere für achtundzwanzig Nakṣatras — jedes Tier also zweimal — und rechnet ausschliesslich mit Freundschaft und Feindschaft der Arten; der Kommentar zum Muhūrta-Cintāmaṇi zitiert dazu das Daivajñamanohara: aṣṭāviṃśatitārāṇāṃ yonayas tu caturdaśa. Pūrva-Bhādrapadā teilt den Löwen mit Dhaniṣṭhā, und der Vers stellt beide im selben Versviertel dem Elefanten (Bharaṇī, Revatī) als Feind gegenüber. Eine Aufteilung des Paares in ein männliches und ein weibliches Tier ist eine spätere Ausdifferenzierung, für die sich kein Vers finden liess.

Wesensart und Tätigkeiten

Die Wahllehre teilt die Nakṣatras nach ihrer Wesensart ein, weil davon abhängt, welche Unternehmung unter ihnen gelingt. Pūrva-Bhādrapadā gehört zur Klasse der schrecklichen — Varāhamihira nennt sie ugra, die Muhūrta-Literatur auch krūra. Es ist die Klasse mit fünf Mitgliedern statt vier: die drei Pūrvā, Bharaṇī und Maghā.

Bṛhat Saṃhitā 97.8 (bei Kern 1865: 98.8)

उग्राणि पूर्वभरणीपित्र्याण्य् उत्सादनाशशाठ्येषु योज्यानि बन्धविषदहनशस्त्रघातादिषु च सिद्ध्यै

ugrāṇi pūrvabharaṇīpitryāṇy utsādanāśaśāṭhyeṣu yojyāni bandhaviṣadahanaśastraghātādiṣu ca siddhyai

Die Pūrvā, Bharaṇī und das Väter-Gestirn [Maghā] sind die schrecklichen [ugra]; sie sind bei Ausrottung, Vernichtung und Betrug anzusetzen, und zum Gelingen bei Fesselung, Gift, Brandlegung, Waffengewalt und dergleichen.

Ugrāṇi: schrecklich, grimmig - Name der Nakṣatra-Klasse (n. 1/3). Pūrvabharaṇīpitryāṇy: die Pūrvā, Bharaṇī und das Väter-Gestirn; wörtl. pūrva (die vorderen) + bharaṇī + pitrya (den Vätern gehörend) (n. 1/3). Utsādanāśaśāṭhyeṣu: bei Ausrottung, Vernichtung und Tücke; wörtl. utsāda (Ausrottung) + nāśa (Vernichtung) + śāṭhya (Betrug) (n. 7/3). Yojyāni: anzusetzen, zu verwenden (n. 1/3). Bandhaviṣadahanaśastraghātādiṣu: bei Fesselung, Gift, Brandlegung, Waffengewalt und dergleichen; wörtl. bandha (Fesselung) + viṣa (Gift) + dahana (Brennen) + śastraghāta (Waffenschlag) + ādi (und so fort) (n. 7/3). Ca: und (avy.). Siddhyai: zum Gelingen, zum Erfolg (f. 4/1).

Zählung nach Tripāṭhī; Kerns Ausgabe von 1865 führt dieses Kapitel als 98. Kapitel 15 ist dagegen in allen geprüften Ausgaben Kapitel 15 — die Faustregel „Kern immer +1" trifft nicht zu.

Der Muhūrta-Cintāmaṇi verdichtet dieselbe Liste und fügt den Wochentag hinzu:

Muhūrta-Cintāmaṇi 2.4

पूर्वात्रयं याम्यमघे उग्रं क्रूरं कुजस् तथा तस्मिन् घाताग्निशाठ्यानि विषशस्त्रादि सिद्ध्यति

pūrvātrayaṃ yāmyamaghe ugraṃ krūraṃ kujas tathā tasmin ghātāgniśāṭhyāni viṣaśastrādi siddhyati

Die drei Pūrvā, Bharaṇī und Maghā, ebenso der Marstag [Dienstag], sind ugra, „grimmig", und krūra, „grausam". Unter ihnen gelingen Totschlag, Feuer, Tücke, Gift, Waffe und dergleichen.

Pūrvātrayaṃ: die drei Pūrvā; wörtl. pūrvā (die vordere) + traya (Dreiheit) (n. 1/1). Yāmyamaghe: Bharaṇī (das Yama-Gestirn) und Maghā; wörtl. yāmya (dem Yama gehörend) + maghā (f. 1/2). Ugraṃ: grimmig - Name der Nakṣatra-Klasse (n. 1/1). Krūraṃ: grausam - zweiter Name derselben Klasse (n. 1/1). Kujas: Kuja (Maṅgala), der Dienstag; wörtl. ku (Erde) + ja (geboren) (m. 1/1). Tathā: ebenso (avy.). Tasmin: unter diesem [Nakṣatra]. Ghātāgniśāṭhyāni: Totschlag, Feuer und Tücke; wörtl. ghāta (Erschlagen) + agni (Feuer) + śāṭhya (Tücke) (n. 1/3). Viṣaśastrādi: Gift, Waffe und dergleichen; wörtl. viṣa (Gift) + śastra (Waffe) + ādi (und so fort) (n. 1/1). Siddhyati: es gelingt (laṭ I/1).

Kollationiert aus drei Ausgaben. Im ersten Pāda lesen zwei Drucke vātā° statt ghātā°; da der Kommentar beider Ausgaben das Wort mit hananam, „Töten", glossiert und ein vāta („Wind") diese Bedeutung nicht hat, ist ghāta die richtige Lesart.

Ein anderes Kapitel der Bṛhat Saṃhitā ordnet den Nakṣatras Menschen- und Berufsgruppen zu — es geht dort um Vorzeichendeutung im grossen Massstab, nicht um Geburtsdeutung:

Bṛhat Saṃhitā 15.23

आजे तस्करपशुपालहिंस्रकीनाशनीचशठचेष्टाः धर्मव्रतैर् विरहिता नियुद्धकुशलाश् च ये मनुजाः

āje taskarapaśupālahiṃsrakīnāśanīcaśaṭhaceṣṭāḥ dharmavratair virahitā niyuddhakuśalāś ca ye manujāḥ

Beim Aja-Gestirn: Diebe, Hirten, Grausame, Ackerknechte, Niedrige und betrügerisch Handelnde; die ohne Pflicht und Gelübde sind, und die Menschen, die im Faustkampf geschickt sind.

Āje: beim Aja-Gestirn, im Nakṣatra des Aja Ekapād (Pūrvabhādrapadā) (n. 7/1). Taskarapaśupālahiṃsrakīnāśanīcaśaṭhaceṣṭāḥ: Diebe, Hirten, Grausame, Ackerknechte, Niedrige und betrügerisch Handelnde; wörtl. taskara (Dieb) + paśupāla (Viehhirt) + hiṃsra (grausam) + kīnāśa (Ackerknecht) + nīca (niedrig) + śaṭha (betrügerisch) + ceṣṭā (Handeln) (m. 1/3). Dharmavratair: von Pflicht und Gelübde; wörtl. dharma (Pflicht, Recht) + vrata (Gelübde) (n. 3/3). Virahitā: entblösst, frei von, ohne (m. 1/3). Niyuddhakuśalāś: im Faustkampf geschickt; wörtl. niyuddha (Faustkampf, Ringen) + kuśala (geschickt) (m. 1/3). Ca: und (avy.). Ye: welche (m. 1/3). Manujāḥ: Menschen; wörtl. manu (Manu) + ja (geboren) (m. 1/3).

Ausgabe H. Kern, Kalkutta 1865, kollationiert mit Tripāṭhī. Das Kapitel zählt von Kṛttikā an; Pūrva-Bhādrapadā steht deshalb als dreiundzwanzigstes.

Hier ist ein Missverständnis abzuwehren, das leicht entsteht. Die Liste liest sich abschreckend — Diebe, Grausame, Betrüger —, und moderne Darstellungen machen daraus gern einen Charakter. Kapitel 15 der Bṛhat Saṃhitā tut aber etwas anderes: es ordnet jedem Gestirn die Menschengruppen, Berufe, Tiere, Pflanzen und Dinge zu, die von einer Störung dieses Gestirns betroffen sind. Es ist Vorzeichenkunde für ganze Länder, keine Geburtsdeutung. Dass im Nachbarvers dem Ahirbudhnya-Gestirn Brahmanen und Ketzer im selben Atemzug zugeteilt werden, zeigt, wie diese Listen zu lesen sind.

Der Jātaka-Pārijāta sagt dann, was ein unter Pūrva-Bhādrapadā Geborener mitbekommt — und bleibt dabei auffällig knapp:

Jātaka-Pārijāta 9.90a (in der Kashi-Zählung 9.91a)

पूर्वप्रोष्ठपदि प्रगल्भवचनो धूर्तो भयार्तो मृदुः

pūrvaproṣṭhapadi pragalbhavacano dhūrto bhayārto mṛduḥ

Unter Pūrva-Proṣṭhapadā [wird man] kühn in der Rede, durchtrieben, von Furcht geplagt und weich.

Pūrvaproṣṭhapadi: unter Pūrva-Proṣṭhapadā, im Nakṣatra Pūrva-Bhādrapadā; wörtl. pūrva (vorder) + proṣṭhapad (Proṣṭhapadā) (f. 7/1). Pragalbhavacano: kühn in der Rede; wörtl. pragalbha (dreist, selbstsicher) + vacana (Rede) (m. 1/1). Dhūrto: durchtrieben, verschlagen (m. 1/1). Bhayārto: von Furcht geplagt; wörtl. bhaya (Furcht) + ārta (heimgesucht) (m. 1/1). Mṛduḥ: weich, sanft; hier: nachgiebig, schwach (m. 1/1).

Ausgabe V. Subrahmanya Sastri 1932, Bd. I, S. 629, kollationiert mit der Kashi Sanskrit Series; die beiden Ausgaben zählen um eins verschieden. Nur der Sanskrit-Wortlaut ist hier wiedergegeben; die Übersetzung ist eigen.

Die Parallelstelle im Bṛhajjātaka (16.13cd, gleichlautend Bṛhat Saṃhitā 100.13cd) sagt etwas anderes: dort ist der Geborene udvigna („unruhig"), strījitadhanapaṭu („von Frauen beherrscht, im Geldwesen gewandt") und adātā („nicht freigebig"). Der Jātaka-Pārijāta hat an derselben Stelle dviganaḥ … dhanī. Die beiden Überlieferungen gehen hier auseinander; beide sind klassisch, keine ist die richtigere.

Die Sterne des Asterismus

Die beiden Sterne des Pegasus-Vierecks im Abschnitt der Pūrva-Bhādrapadā. Massstab in Länge und Breite gleich; die Ekliptik liegt 15 Grad unter dem Bildrand, weil beide Sterne weit nördlich von ihr stehen. Siderische Länge zum Stichjahr 2025,0 mit dem Ayanāṃśa nach Lahiri; ekliptikale Breite J2000,0. Der offene Kreis ist die Sollposition der Yogatārā nach dem Sūrya-Siddhānta. Die beiden Sterne des Pegasus-Vierecks im Abschnitt der Pūrva-Bhādrapadā. Massstab in Länge und Breite gleich; die Ekliptik liegt 15 Grad unter dem Bildrand, weil beide Sterne weit nördlich von ihr stehen. Siderische Länge zum Stichjahr 2025,0 mit dem Ayanāṃśa nach Lahiri; ekliptikale Breite J2000,0. Der offene Kreis ist die Sollposition der Yogatārā nach dem Sūrya-Siddhānta.

Die beiden Sterne des Pegasus-Vierecks im Abschnitt der Pūrva-Bhādrapadā. Massstab in Länge und Breite gleich; die Ekliptik liegt 15 Grad unter dem Bildrand, weil beide Sterne weit nördlich von ihr stehen. Siderische Länge zum Stichjahr 2025,0 mit dem Ayanāṃśa nach Lahiri; ekliptikale Breite J2000,0. Der offene Kreis ist die Sollposition der Yogatārā nach dem Sūrya-Siddhānta.

Koordinaten aus SIMBAD (Abruf 15. September 2026); Sollposition aus Sūrya-Siddhānta 8.2 und 8.6 nach Burgess 1860; eigene Rechnung.

Die Bṛhat Saṃhitā gibt für diesen Abschnitt zwei Sterne an (pakṣa, das Zahlwort für „Flügelpaar"), und darüber besteht Einigkeit: gemeint sind zwei Ecken des grossen Pegasus-Vierecks. Die moderne Standardtabelle nennt α und β Pegasi, Markab und Scheat.

Damit fängt der Ärger an — und zwar im Text selbst. Das Sūrya-Siddhānta sagt in 8.16 ausdrücklich, bei den beiden Bhādrapadās sei die nördliche der Sterne die yogatārā, der Verbindungsstern, nach dem der Abschnitt vermessen wird. Rechnet man die Sollposition aus den Zahlen desselben Textes aus (dhruvaka 326°00′, vikṣepa 24°00′ nördlich), so landet man bei 334°38′ Länge und +22°29′ Breite — und das ist α Pegasi, also die südliche der beiden. β Pegasi steht neun Grad weiter nördlich und sechs Grad weiter östlich.

Burgess und Whitney sehen darin einen Fehler und schlagen eine Rekonstruktion vor: ursprünglich seien α und γ Pegasi als die südlichen Glieder der beiden Hälften bestimmt gewesen; später sei der Rang der yogatārā auf die nördlichen Sterne verschoben worden, „vielleicht wegen der astrologischen Lehre von der Überlegenheit eines nördlichen Sterns", ohne dass man die Zahlen mitgeändert hätte. Burgess erwägt dabei, dass der zweite Stern des Paares gar nicht β Pegasi gewesen sei, sondern ein südlicherer, „vielleicht ζ Pegasi". Das ist eine Erwägung, keine Behauptung — er rechnet sie selbst nicht durch, und hier wird sie deshalb nicht mitgeführt.

Al-Bīrūnī, der um 1030 die indischen Nakṣatra-Listen mit den arabischen Mondstationen vergleicht, konnte beide Bhādrapadās nicht identifizieren und führt sie als „unbekannt". Von allen 27 Abschnitten sind es zusammen mit Ārdrā und Viśākhā die vier, bei denen die Sternzuordnung wirklich unklar bleibt.

Die Sterne im Katalog

α Pegβ Peg
EigennameMarkabScheat
HR87818775
HD218045217906
HIP113963113881
Helligkeit V2,482,42
SpektraltypA0 IVM2.5 II–III
Rektaszension23ʰ 04ᵐ 45,7ˢ23ʰ 03ᵐ 46,5ˢ
Deklination+15° 12′ 19″+28° 04′ 58″
Ekl. Länge J2000353° 29′359° 22′
Ekl. Breite J2000+19° 24′+31° 08′

Rektaszension und Deklination gelten für Äquinoktium und Epoche J2000,0. Die beiden Sterne sind grundverschieden: Markab ist ein weisser Unterriese vom Typ A0, Scheat ein roter Riese vom Typ M2,5 — mit blossem Auge ist der Farbunterschied auffällig, und Scheat ist ausserdem veränderlich, seine Helligkeit schwankt unregelmässig um einige Zehntel Grössenklassen. Die Angabe 2,42 ist deshalb ein Mittelwert, kein fester Wert.

Wo die Sterne heute stehen

Um zu prüfen, ob die Sterne im Abschnitt Pūrva-Bhādrapadā liegen, müssen ihre Positionen von J2000,0 auf ein Stichjahr fortgeschrieben und dann um den Ayanāṃśa vermindert werden. Für 2025,0 ergibt sich:

Ayanāṃśa (2025,0)α Peg (Markab)β Peg (Scheat)
Lahiri / Citrāpakṣa29° 38′ Kumbha5° 31′ Mīna
True Citrā29° 39′ Kumbha5° 32′ Mīna
Krishnamurti29° 43′ Kumbha5° 37′ Mīna
Raman1° 04′ Mīna6° 58′ Mīna
Fagan / Bradley28° 45′ Kumbha4° 38′ Mīna

Pūrva-Bhādrapadā reicht von 20°00′ Kumbha bis 3°20′ Mīna. Das Ergebnis: α Pegasi liegt bei allen fünf gebräuchlichen Ayanāṃśas in seinem eigenen Abschnitt — β Pegasi bei keinem. Scheat steht bereits in Uttara-Bhādrapadā, und zwar deutlich, nicht knapp.

Bei Markab ist es dagegen knapp: nach Lahiri steht er auf 29°38′ Kumbha, also 22 Bogenminuten vor der Zeichengrenze und rund 3°42′ vor dem Ende des Nakṣatras. Bei fortschreitender Präzession rückt er weiter hinein, nicht hinaus — die siderische Länge wächst um rund 50 Bogensekunden im Jahr, sodass er die Grenze zu Mīna um 2050 überschreitet und den Abschnitt Pūrva-Bhādrapadā erst um 2290 verlässt.

Dass das Pegasus-Viereck quer über der Grenze der beiden Bhādrapadās liegt, ist also keine Ungenauigkeit der Rechnung, sondern der Befund: die vier Ecksterne verteilen sich auf beide Abschnitte, so wie die Figur selbst beide umspannt. Genau das ist es, was Burgess' Rekonstruktion erwarten lässt.

Ein Wort zur Genauigkeit dieser Zahlen: der Ayanāṃśa ist keine Naturkonstante, sondern eine Festlegung. Zwischen Raman und Fagan/Bradley liegen über zwei Grad, und das verschiebt einen Stern um mehr als einen halben Pāda. Alle Werte hier gelten für 2025,0 und wachsen um rund 50 Bogensekunden im Jahr.

Sichtbarkeit

Von mitteleuropäischer Breite (rund 47° Nord) kulminiert Markab 58,3 Grad hoch, Scheat 71,2 Grad — beide sehr günstig, weit über der horizontnahen Dunstschicht. Zirkumpolar ist keiner von beiden; sie gehen auf und unter. Um Mitternacht kulminiert Markab um den 16. September, die Sonne steht um den 14. März bei ihm; rund vier Wochen davor und danach ist er unsichtbar. Beste Sichtbarkeit ist im Herbst.

Beide Sterne sind mit blossem Auge mühelos zu finden, auch aus der Stadt: das Pegasus-Viereck ist eine der bekanntesten Figuren des Herbsthimmels, und Markab und Scheat bilden seine beiden westlichen Ecken.

Namen und Namensvarianten

Der älteste Name ist nicht bhādrapadā, sondern proṣṭhapadā. So steht er in der Taittirīya-Saṃhitā und im Taittirīya-Brāhmaṇa, und so steht er auch noch im Nakṣatreṣṭi-Lied TB 3.1.2, wo die proṣṭhapadā́saḥ gleich viermal genannt werden. Das Brāhmaṇa unterscheidet dabei ausdrücklich pū́rve, „die vorderen", von úttare, „die hinteren"; die Saṃhitā tut das nicht — dort steht proṣṭhapadā́ zweimal hintereinander, unterschieden nur durch die Gottheit.

Was proṣṭhapadā bedeutet, sagt keine der hier eingesehenen Quellen. Das zweite Glied gehört erkennbar zu pad, „Fuss"; über das erste ist hier nichts Belegtes zu sagen, und es wird deshalb auch nichts behauptet. Die jüngere Form bhādrapadā ist die, die sich in der klassischen Astrologie durchgesetzt hat; sie hängt mit dem Monatsnamen Bhādrapada zusammen, dem Monat, in dessen Vollmond dieses Nakṣatra steht.

Varāhamihira benutzt für beide Bhādrapadās überhaupt keinen Nakṣatra-Namen, sondern nur den Namen der Gottheit: āja, „das Aja-Gestirn" (15.23), und ajapāda (97.5). Der Jātaka-Pārijāta schreibt pūrvaproṣṭhapad, hält also an der vedischen Form fest. Wer in einem klassischen Text nach diesem Nakṣatra sucht, muss alle drei Bezeichnungen im Kopf haben.

Ein Nakṣatra, das ursprünglich keines war

Die Textlage legt nahe, dass die beiden Bhādrapadās ursprünglich eine einzige Einheit waren, die erst später geteilt wurde. Drei Beobachtungen sprechen dafür, und sie stammen aus drei verschiedenen Schichten.

Erstens die Sternfigur: das Pegasus-Viereck ist eine Figur, kein Sternpaar, und es liegt quer über der Abschnittsgrenze.

Zweitens der Mantratext. TB 3.1.2 sagt im Vers zur hinteren Proṣṭhapadā ausdrücklich catvā́ra ékam abhí kárma devā́ḥ — „vier Götter walten über einem Werk, die man die Proṣṭhapadās nennt". Vier Sterne, ein Werk — die Zählung umfasst dort beide Hälften zusammen.

Drittens die Śakti-Formel: nur bei diesen beiden Nakṣatras steht das mittlere Glied bei Bhaṭṭabhāskara im Plural. Das ist kein Beweis, aber es passt.

Die Teilung in zwei Abschnitte ist nicht deshalb falsch — sie ist die Form, in der die Überlieferung sie führt, und sie ist konsequent durchgehalten. Aber sie ist erkennbar jünger als die Figur, die sie teilt.

Die Verse

Die älteste Stelle, die dieses Nakṣatra nennt, steht in der Taittirīya-Saṃhitā. Sie gehört zur Aufzählung der Nakṣatra-Feueraltarziegel, jeweils Nakṣatra und zugehörige Gottheit:

Taittirīya-Saṃhitā 4.4.10.3

प्रोष्ठपदा नक्षत्रम् अज एकपाद् देवता

proṣṭhapadā́ nákṣatram ajá ékapād devátā

Proṣṭhapadā ist das Nakṣatra, der einfüssige Bock die Gottheit.

Proṣṭhapadā: Proṣṭhapadā, vedische Namensform der Bhādrapadā; wörtl. proṣṭha (Schemel, Bank) + padā (Fuss) (f. 1/1). Nakṣatram: Nakṣatra, Gestirn, Mondhaus (n. 1/1). Aja: der Bock; auch „der Ungeborene" (m. 1/1). Ekapād: der Einfüssige; wörtl. eka (eins) + pād (Fuss) (m. 1/1). Devatā: Gottheit (f. 1/1).

Wortlaut nach TITUS (akzentuierte Umschrift); Devanāgarī-Ausgabe bei sanskritdocuments.org. Die Liste beginnt bei Kṛttikā; Proṣṭhapadā erscheint dort zweimal und ist nur durch die Gottheit unterscheidbar. Die Zerlegung des durchlaufenden Saṃhitā-Textes in Einzeleinträge ist eine Segmentierung, keine Gliederung der Ausgabe.

Das Taittirīya-Brāhmaṇa führt dieselbe Reihe, stellt aber die Gottheit in den Genitiv voran, unterscheidet die vordere von der hinteren Hälfte und fügt jedem Nakṣatra ein Begriffspaar bei — eines „oberhalb", eines „unterhalb":

Taittirīya-Brāhmaṇa 1.5.1.5

अजस्यैकपदः पूर्वे प्रोष्ठपदाः वैश्वानरं परस्ताद् वैश्वावसवम् अवस्तात्

ajásyaikapadaḥ pū́rve proṣṭhapadā́ḥ vaiśvānaráṃ parástād vaiśvāvasavám avástāt

Des einfüssigen Bocks [sind] die vorderen Proṣṭhapadās. Das dem Vaiśvānara Gehörige oberhalb, das den Vasus insgesamt Gehörige unterhalb.

Ajasya: des Bocks, des Ungeborenen (m. 6/1). Ekapadaḥ: des Einfüssigen; wörtl. eka (eins) + pad (Fuss) (m. 6/1). Pūrve: die vorderen (f. 1/2). Proṣṭhapadāḥ: die Proṣṭhapadās, vedische Namensform der Bhādrapadā (f. 1/3). Vaiśvānaraṃ: das dem Vaiśvānara Gehörige, die allen Menschen zuträgliche Gestalt (n. 1/1). Parastāt: oberhalb, darüber, jenseits (avy.). Vaiśvāvasavam: das den Vasus insgesamt Gehörige, die allen Göttern zuträgliche Gestalt (n. 1/1). Avastāt: unterhalb, darunter, diesseits (avy.).

Umschrift nach TITUS, Devanāgarī nach sanskritdocuments.org. Der Name steht im Plural, das Attribut pūrve nicht — die beiden Ausgaben stimmen darin überein. Wortglossar hier erstellt.

Dieses Begriffspaar ist die Grundlage der Śakti-Angabe, die weiter oben steht: parastāt und avastāt sind das „oberhalb" und „unterhalb" der Formel. Was das Brāhmaṇa hier nüchtern nebeneinanderstellt — das den Menschen und das den Göttern Zuträgliche —, deutet Bhaṭṭabhāskara als zwei Gestalten des Feuers und trägt das mittlere Glied, die Śakti selbst, erst ein.

Die stärkste Primärstelle ist ein anderer Text: das Nakṣatra-Sūkta des Taittirīya-Brāhmaṇa, ein Zyklus von Opferversen, der jedem Nakṣatra eine eigene Strophe gibt. Hier ist Aja Ekapād nicht ein Name in einer Liste, sondern eine handelnde Gestalt:

Taittirīya-Brāhmaṇa 3.1.2, Mantra 10 (Nakṣatreṣṭi)

अज एकपाद् उदगात् पुरस्तात् विश्वा भूतानि प्रतिमोदमानः तस्य देवाः प्रसवं यन्ति सर्वे प्रोष्ठपदासो अमृतस्य गोपाः विभ्राजमानः समिधान उग्रः आ अन्तरिक्षम् अरुहद् अगं द्याम् तं सूर्यं देवम् अजम् एकपादम् प्रोष्ठपदासो अनुयन्ति सर्वे

ajá ékapād údagāt purástāt víśvā bhūtā́ni pratimódamānaḥ tásya devā́ḥ prasaváṃ yanti sárve proṣṭhapadā́so amŕ̥tasya gopā́ḥ vibhrā́jamānaḥ samidhāná ugráḥ ā́ antárikṣam aruhad ágaṃ dyā́m táṃ sū́ryaṃ devám ajám ékapādam proṣṭhapadā́so ánuyanti sárve

Der einfüssige Bock ist im Osten aufgegangen, allen Wesen entgegenjubelnd. Seinem Antrieb folgen alle Götter, die Proṣṭhapadās, die Hüter der Unsterblichkeit. Erstrahlend, entzündet, gewaltig, ist er zum Luftraum emporgestiegen und hat den Himmel erreicht. Ihm, dem Sonnengott, dem einfüssigen Bock, folgen alle Proṣṭhapadās.

Aja: der Bock, der Ungeborene (m. 1/1). Ekapād: der Einfüssige; wörtl. eka (eins) + pād (Fuss) (m. 1/1). Udagāt: ist aufgegangen, ist emporgestiegen; wörtl. ud (empor) + gā (gehen) (luṅ III/1). Purastāt: im Osten, vorn (avy.). Viśvā: alle (n. 2/3). Bhūtāni: Wesen, Geschöpfe (n. 2/3). Pratimodamānaḥ: entgegenjubelnd; wörtl. prati (entgegen) + modamāna (sich freuend) (m. 1/1). Tasya: seinem, dessen (6/1). Devāḥ: die Götter (m. 1/3). Prasavaṃ: Antrieb, Anstoss, Geheiss (m. 2/1). Yanti: sie gehen, sie folgen (laṭ III/3). Sarve: alle (m. 1/3). Proṣṭhapadāso: die Proṣṭhapadās (m. 1/3). Amṛtasya: der Unsterblichkeit (n. 6/1). Gopāḥ: die Hüter, Wächter (m. 1/3). Vibhrājamānaḥ: erstrahlend, aufleuchtend (m. 1/1). Samidhāna: entzündet, entflammt (m. 1/1). Ugraḥ: gewaltig, furchtbar (m. 1/1). Ā: heran, hinzu (avy.). Antarikṣam: den Luftraum, den Zwischenraum (n. 2/1). Aruhad: er stieg empor (luṅ III/1). Agaṃ: er erreichte, er gelangte (luṅ III/1). Dyām: den Himmel (f. 2/1). Taṃ: ihn (2/1). Sūryaṃ: die Sonne, den Sonnengott (m. 2/1). Devam: den Gott (m. 2/1). Ajam: den Bock, den Ungeborenen (m. 2/1). Ekapādam: den Einfüssigen (m. 2/1). Proṣṭhapadāso: die Proṣṭhapadās (m. 1/3). Anuyanti: sie folgen nach; wörtl. anu (nach) + i (gehen) (laṭ III/3). Sarve: alle (m. 1/3).

Umschrift nach TITUS, Devanāgarī nach sanskritdocuments.org, Wortlaut geprüft an der Mysore-Ausgabe (Bd. III). Die Stelle ist auch als Nakṣatra-Sūkta liturgisch in Gebrauch; dieselbe Mantrareihe steht in Taittirīya-Saṃhitā 3.5.1. Wortglossar hier erstellt.

Bemerkenswert an diesem Vers ist, dass die Proṣṭhapadās hier nicht das Nakṣatra sind, sondern die Götter, die dem Aja Ekapād folgen — und dass sie mit demselben Wort bezeichnet werden wie die Aśvins im Aśvinī-Lied: amŕ̥tasya gopā́ḥ, „Hüter der Unsterblichkeit".

Aus der neueren Lehrüberlieferung stammt schliesslich der Merkvers, mit dem die letzten fünf Namen der Reihe gelernt werden:

Ārambha-Kursverse, Nakṣatra-Abschnitt 4

धनिष्ठा शतताराख्यं पूर्वाभाद्रपदा ततः उत्तराभाद्रपाच् चैव रेवत्य् एतानि भानि च

dhaniṣṭhā śatatārākhyaṃ pūrvābhādrapadā tataḥ uttarābhādrapāc caiva revaty etāni bhāni ca

Dhaniṣṭhā, das [Nakṣatra] namens Śatatārā, darauf Pūrvābhādrapadā; und Uttarābhādrapadā und Revatī: das sind die Nakṣatras.

Dhaniṣṭhā: Dhaniṣṭhā, 23. Nakṣatra (f. 1/1). Śatatārākhyaṃ: das (Nakṣatra) namens Śatatārā (Śatabhiṣaj), 24. Nakṣatra (n. 1/1). Pūrvābhādrapadā: Pūrvābhādrapadā, 25. Nakṣatra (f. 1/1). Tataḥ: darauf (avy.). Uttarābhādrapāc: Uttarābhādrapadā, 26. Nakṣatra (f. 1/1). Ca: und (avy.). Eva: eben (avy.). Revaty: Revatī, 27. Nakṣatra (f. 1/1). Etāni: diese (n. 1/3). Bhāni: die Nakṣatras, Sternbilder (n. 1/3). Ca: und (avy.).

Quelle ungeklärt (Ārambha-Kursmaterial, Pt. Sanjay Rath)

Grammatikangaben im Glossar sind unter Grammatik-Abkürzungen erklärt.

Zur Quellenlage dieses Portraits

Die Angaben oben ruhen auf ungleichem Grund, und das soll sichtbar bleiben.

Sicher ist alles Rechnerische: die Gradgrenzen, die vier Pādas, ihre Navāṃśa-Zeichen, die Lage über der Grenze Kumbha/Mīna. Das folgt aus der Einteilung selbst und ist gegen die eigene Berechnungsbibliothek geprüft. Sicher ist auch die Zuordnung des Herrschers Guru, die sich aus der Viṃśottarī-Reihe ergibt.

Am Originalvers belegt sind: die Devatā Aja Ekapād und die vedische Namensform (Taittirīya-Saṃhitā 4.4.10, Taittirīya-Brāhmaṇa 1.5.1 und 3.1.2, bestätigt durch Bṛhat Saṃhitā 97.5), das Paar vaiśvānara / vaiśvāvasava (Taittirīya-Brāhmaṇa 1.5.1), die Śakti samt ihren drei Gliedern (Bhaṭṭabhāskara zum Brāhmaṇa), die Sternzahl zwei (Bṛhat Saṃhitā 97.1–2), die Wesensart ugra/krūra und die zugehörigen Tätigkeiten (Bṛhat Saṃhitā 97.8, Muhūrta-Cintāmaṇi 2.4), die Menschengruppen (Bṛhat Saṃhitā 15.23), Gaṇa, Yoni, Nāḍī und Mukha (Muhūrta-Cintāmaṇi 6.29, 6.25, 6.34, 2.9, bestätigt durch Nārada-Saṃhitā) sowie die Geburtsdeutung (Jātaka-Pārijāta 9.90).

Belegt, aber im Text selbst widersprüchlich ist die Sternidentifikation. Das Sūrya-Siddhānta gibt eine Sollposition, die eindeutig auf α Pegasi zeigt, und nennt im selben Kapitel die „nördliche" als yogatārā — das wäre β Pegasi. Beides steht da; die Rechnung entscheidet für α Pegasi, weil nur dieser Stern heute noch im Abschnitt liegt. Burgess’ Rekonstruktion einer späteren Verschiebung zugunsten nördlicher Sterne erklärt den Befund, beweist ihn aber nicht.

Nicht belegt und deshalb markiert oder ganz weggelassen: das Geschlecht der Yoni, für das die klassische Lehre gar keinen Platz hat; die Namenssilben; das Symbol des Totenbetts, für das sich kein klassischer Vers finden liess; die Himmelsrichtung, die hier gar nicht erst geführt wird, weil sie nur in moderner Fachliteratur steht; und die Bedeutung des Namens proṣṭhapadā.

Berichtigt wurden zwei Angaben, die durch die Literatur laufen: der Varṇa (im Heiratsvergleich nach dem Rāśi, also Pāda-weise wechselnd, und nicht durchweg brāhmaṇa) und die Herkunft der Śakti-Formel (Bhaṭṭabhāskara, nicht Sāyaṇa). Dazu kommt ein Fehler im eigenen Kursmaterial: die Symboltabelle am Kapitelende vertauscht vorne und hinten gegenüber dem eigenen Fliesstext; geführt wird die Mehrheitslesart.

Nicht verwendet wurde die Gleichsetzung des Aja Ekapād mit Rudra oder Śiva, die in der modernen Nakṣatra-Literatur geläufig ist. In den hier eingesehenen Quellen steht sie nicht; Bhaṭṭabhāskara liest ihn als Agni-Gestalt, der Mantratext als Sonnengott.

Was noch offen ist: Burgess’ Erwägung, der zweite Stern des Paares könnte ζ Pegasi statt β Pegasi sein, ist nicht durchgerechnet worden — sie ist bei ihm selbst nur ein Einfall. Der Wortlaut der Cākalya-Saṃhitā und des Khaṇḍa-Kaṭaka, die abweichende Sternzahlen führen, war nicht zu beschaffen; ihre Varianten stehen hier nur nach Burgess’ Referat. Und die Deutung von proṣṭhapadā bleibt ungeklärt; falls sich ein Beleg findet, kommt er nach.