Guru

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गुरु 5. Graha · Herr von Dhanus und Mīna · Ucca Karka 5° · Viṃśottarī 16 Jahre

Guru ist der Lehrer unter den Grahas und der Minister des Königs. Er steht für Wissen, Glück und Weitblick, für Kinder und für den Veda; unter den sieben alten Grahas ist er der grösste und, neben Śukra, der wohltätigste. Am Himmel ist er der schwerste Planet des Sonnensystems, und sein Name sagt dasselbe: guru heisst „schwer, gewichtig", und wer Gewicht hat, ist Lehrer. Dieses Portrait stellt zusammen, was die klassischen Werke über ihn sagen, und hält auseinander, wo sie verschieden reden.

Namen

Guru ist der „Schwere", der Gewichtige, und daraus der Lehrer und der Vater im geistigen Sinn. Als Graha heisst er aber auch Bṛhaspati, der „Herr des (heiligen) Wortes", denn der vedische Gott dieses Namens ist der Purohita der Götter, und die Jyotiṣa hat den Namen auf den Planeten übertragen. Der Kurs liest guru zusätzlich als Silbendeutung: gu sei das Licht, ru die Dunkelheit, die das Licht vertreibt. Das ist eine Lehrdeutung im Stil des Nirukta, keine grammatische Herleitung, und als solche hier genannt.

Die Synonymlisten sind lang. Bṛhajjātaka 2.3 nennt Jīva, Aṅgiras, Suraguru, Vacasāṃ pati und Ijya; die Sārāvalī (4.10) Īḍya, Ijya, Aṅgiras und Jīva; das Jātaka-Pārijāta (2.3) Mantrin, Vācaspati, Surācārya und Devejya; die Bṛhat Saṃhitā spricht von devapatimantrī, dem „Berater des Götterfürsten", von vākpati, surejya, amaraguru und mahendraguru. Alle sagen dasselbe: der Lehrer der Götter.

Ein griechischer Lehnname ist bezeugt, aber nur am Rand. Neben Heli (Hḗlios), Hemna (Hermēs), Āra (Árēs) und Āsphujit (Aphrodítē) hat die hellenistische Astrologie auch Jyau oder Jyaus nach Indien gebracht, das griechische Zeús, den Gott, dessen Planet Jupiter ist. In der hier gelesenen Fassung von Bṛhajjātaka 2.3 (GRETIL) steht dieser Name nicht; Weber (1853) fand Jyaus in einer Handschrift (Chambers 688) neben jīva. Er ist also eine handschriftliche Nebenform und für den Gebrauch ohne Bedeutung. Jīva, „der Lebende", ist dagegen ein einheimisches Wort und seit der Zeit des Ṛgveda ein Beiname Bṛhaspatis. Weber hielt es für möglich, dass jīva aus jyau entstanden sei; das ist Vermutung, und hier nicht übernommen.

Der Steckbrief

Die Zuschreibungen stammen aus verschiedenen Schichten. Die Leitfassung ist die des Kurses, der das Bṛhat-Parāśara-Horāśāstra (BPHS) in einer eigenen Fassung lehrt; wo die anderen Werke etwas hinzufügen, steht es mit ihrer Stelle. Spätere Überlieferung (Pūjā, Purāṇa) folgt in einem eigenen Abschnitt.

Kālapuruṣajñāna und sukha, Wissen und Glück des Zeitmenschen BPHS 3.12; Bṛhajjātaka 2.1; Jātaka-Pārijāta 2.1; Yavanajātaka 1.112
HofstaatMinister (saciva), mit Śukra; im Kurs Sūryas Minister BPHS 3.14; Bṛhajjātaka 2.1; Sārāvalī 4.7; Yavanajātaka 1.116; Kurs
Natursaumya, wohltätig Sārāvalī 4.9; Yavanajātaka 1.109; Jātaka-Pārijāta 2.8–9; Kurs
Geschlechtmännlich BPHS 3.19; Bṛhajjātaka 2.6; Sārāvalī 4.14
TattvaÄther (nabhas) BPHS 3.20; Bṛhajjātaka 2.6; Phaladīpikā 2.27
VarṇaBrāhmaṇa (vipra) — mit Śukra BPHS 3.21 und alle übrigen Werke
Guṇasattva BPHS 3.22; Bṛhajjātaka 2.7; Phaladīpikā 2.24
Doṣakapha BPHS 3.27; Bṛhajjātaka 2.10; Sārāvalī 4.25
Körperfarbehell (gaura); nach der Sārāvalī wie reines Gold BPHS 3.17; Bṛhajjātaka 2.4; Sārāvalī 4.25
Farbegelblich (Bṛhajjātaka 2.5); die Lesung der Sārāvalī (4.12) ist unsicher Bṛhajjātaka 2.5; Yavanajātaka 1.120
DevatāIndra (viḍaujas, śakra) BPHS 3.18; Bṛhajjātaka 2.5; Sārāvalī 4.12
DhātuFett (vasā) BPHS 3.31; Bṛhajjātaka 2.11; Jātaka-Pārijāta 2.28
OrtSchatzkammer (kośa) BPHS 3.32; Bṛhajjātaka 2.12; Jātaka-Pārijāta 2.24
Kleidunggelb (pītāmbara); im Zustand mittelmässig (madhya) BPHS 3.43; Sārāvalī 4.16, 4.25; Jātaka-Pārijāta 2.22
MetallSilber (rajata) nach der Reihe von Bṛhajjātaka 2.12; Gold (svarṇa) nach Phaladīpikā 2.30 — keine einheitliche Reihe Bṛhajjātaka 2.12; Sārāvalī 4.16; Phaladīpikā 2.30
Edelsteingelber Edelstein (puṣparāga), Topas Phaladīpikā 2.29; Jātaka-Pārijāta 2.21; Kurs
GetreideKichererbse (caṇaka) Phaladīpikā 2.28
JahreszeitHemanta, die frühe Kälte BPHS 3.46; Bṛhajjātaka 2.12; Sārāvalī 4.17
Rasasüss (madhura) BPHS 3.34; Bṛhajjātaka 2.14; Sārāvalī 4.15
ZeitmassMonat (māsa) BPHS 3.33; Bṛhajjātaka 2.14; Sārāvalī 4.17
Lebensalter30 Jahre; im Kurs der Ehemann Phaladīpikā 2.32; Jātaka-Pārijāta 2.14; Kurs
VerwandtschaftKinder; der älteste Bruder Jātaka-Pārijāta 2.49; Phaladīpikā 2.25
SinnTon, das Hören (śabda) Phaladīpikā 2.26
VedaṚgveda Sārāvalī 4.19; Jātaka-Pārijāta 2.15
Weltdie der Götter Sārāvalī 4.20
PflanzenFruchtbäume; das Wort in BPHS 3.40 nennt Guru und Budha zusammen als mit und ohne Frucht BPHS 3.40; Phaladīpikā 2.37
Tageszeitstark am Tag; nach der Tabelle zu jeder Stunde BPHS 3.36; Bṛhajjātaka 2.21; Sārāvalī 4.36, 4.39 = Yavanajātaka 1.86
Ayanastark im Uttarāyaṇa, dem nördlichen Halbjahr BPHS 3.37; Sārāvalī 4.37 = Yavanajātaka 1.84
Naisargika-Balader vierte der Reihe, von Śani aus gezählt BPHS 3.38; Bṛhajjātaka 2.21; Sārāvalī 4.40
Dig-Balaim 1. Haus, im Osten BPHS 3.35; Bṛhajjātaka 2.19; Sārāvalī 4.34
RichtungsherrNordosten Bṛhajjātaka 2.5; Sārāvalī 4.8; Jātaka-Pārijāta 2.23; Phaladīpikā 2.16
Dṛṣṭidas 5., 7. und 9. Haus voll Bṛhajjātaka 2.13; Sārāvalī 4.32; Kurs (BPHS 9)
CakraSahasrāra Kurs
WochentagGuruvāra oder Bṛhaspativāra, der Donnerstag Sūrya-Siddhānta 12.78; Rechnung
Viṃśottarī16 Jahre; Herr von Punarvasu, Viśākhā und Pūrva-Bhādrapadā Viṃśottarī-Reihe; Rechnung
Bewegungmanda, langsam; etwa ein Drittel der Zeit rückläufig Kurs; Rechnung

Wo die Quellen auseinandergehen

Der Körper. Die Kursfassung des BPHS (3.27) und das Bṛhajjātaka (2.10) geben Guru einen grossen Körper (bṛhadgātra, bṛhattanu); die Phaladīpikā (2.12) folgt ihnen, das Jātaka-Pārijāta (2.53–59) spricht von einem grossen Bauch. Die Sārāvalī (4.25) sagt das Gegenteil: er ist hrasva, klein. Das ist eine echte Abweichung und nicht zu glätten. Nach Pingrees Übersetzung beschreibt auch das Yavanajātaka (1.123–136) Guru als kurz und breit — das spricht dafür, dass die Sārāvalī hier die Beschreibung der Yavanas fortführt; ihre Regeln zu Ayana-Bala und Tageszeit stehen ja wörtlich schon im Yavanajātaka. Am Wortlaut des Yavanajātaka ist das nicht geprüft.

Die Farbe. Als Körperfarbe ist die Überlieferung einig: hell oder goldglänzend (gaura; Sārāvalī: wie reinstes Gold; Yavanajātaka: elfenbein- bis goldgelb). Als Planetenfarbe (varṇa) liest das Bṛhajjātaka (2.5) gelblich. Die entsprechende Stelle der Sārāvalī (4.12) ist am Text unsicher: die eine Abschrift hat kapota, „taubengrau", der Druck im OCR etwa harit(i)kapīta, was zu „grünlich-gelblich" passen könnte. Bis das Seitenbild geprüft ist, gilt für die Planetenfarbe nur das Bṛhajjātaka. Die Bṛhat Saṃhitā (8.53) beschreibt dagegen, wie Guru am Himmel aussieht, wenn er heilvoll steht: breit und klar, weiss wie Kumuda, Kunda und Kristall. Das ist die Farbe der Himmelserscheinung, nicht die der Gestalt.

Das Metall. Eine einheitliche Tabelle gibt es nicht. Das Bṛhajjātaka (2.12) reiht die Metalle ab Sūrya: Kupfer, Edelstein, Gold, Legierung, Silber, Perle, Eisen; Sārāvalī (4.16) und Jātaka-Pārijāta (2.20) haben dieselbe Reihe, sind also von ihr abhängig. Der fünfte Platz ist Guru, und der trägt dort Silber. Die Phaladīpikā (2.30) und die Yājñavalkya-Smṛti (1.297, für das Bildnis bei der Pūjā) geben dagegen die geläufige Zuordnung: Guru Gold, Śukra Silber. Die Reihe des Bṛhajjātaka ist nach dem Wortlaut gelesen; wie Bhaṭṭotpala sie zuordnet, ist nicht eingesehen. Das Jātaka-Pārijāta widerspricht sich ausserdem selbst (2.20 und 2.21 verschieben Perle und Edelstein), und seine Farb- und Stoffreihe steht im Zusammenhang der Frage nach Verlorenem. Die Seite legt deshalb keine einzige Zuordnung als Regel fest.

Die Richtung. Drei verschiedene Systeme ordnen den Grahas Himmelsrichtungen zu, und sie dürfen nicht vermischt werden. Nach dem Richtungs-Bala (dig-bala) ist Guru im Osten stark, das heisst im

  1. Haus, im Aufgang (BPHS 3.35, Bṛhajjātaka 2.19). Als Herr einer Richtung regiert er den Nordosten (Bṛhajjātaka 2.5, Sārāvalī 4.8); die Zuordnung ist im Yavanajātaka (1.66–67) noch gröber vorgebildet, wo Guru mit Budha den Norden teilt. Im Maṇḍala der Navagraha-Verehrung schliesslich steht er nach dem Matsya-Purāṇa (93.11) im Norden, nach dem Garuḍa-Purāṇa (1.17) im Süden. Die Kurs-Anordnung (Dhyāna-Ausrichtung des Betrachters) stellt ihn in den Süden — das ist keine Pūjā-Lage, und sie steht zum Matsya-Maṇḍala im Gegensatz.

Die Gottheit. Indra (viḍaujas, śakra) ist die Devatā Gurus bei Parāśara, Varāhamihira und Kalyāṇavarman. Die Phaladīpikā (2.27) nennt Dhātṛ, das heisst Brahmā. Die Navagraha-Pūjā kennt beide: im Matsya-Purāṇa ist Brahmā die adhidevatā, Indra die pratyadhidevatā; der Kurs hat dieselben zwei Namen mit vertauschten Begriffen.

Das Mantra. Zwei Linien der Überlieferung weisen Guru verschiedene Ṛcs zu; siehe den Abschnitt „Vedische und spätere Überlieferung".

Das Doṣa. Alle indischen Texte nennen Guru kapha; das Yavanajātaka (1.113) gibt ihm kapha und vāta.

Die Gestalt

Drei Texte beschreiben Guru, als stünde er vor einem. Sie stimmen in vielem überein: gelbbraunes Haar und gelbbraune Augen (oder doch leicht gelbbraune Augen), Kapha, und eine Einsicht, die ihn zum Kenner der Schriften macht. Wo sie auseinandergehen, ist es der Körper; siehe oben. Die Kursfassung des BPHS gibt die Beschreibung in einem Vers (3.27):

BPHS 3.27

बृहद्गात्रो गुरुश्चैव पिङ्गलो मूर्द्धजेक्षणे । कफप्रकृतिको धीमान् सर्वशास्त्रविशारदः ॥ 3.27॥

bṛhadgātro guruścaiva piṅgalo mūrddhajekṣaṇe । kaphaprakṛtiko dhīmān sarvaśāstraviśāradaḥ ॥ 3.27॥

Guru hat einen grossen Körper, gelbbraunes Haar und gelbbraune Augen, ist von Kapha-Natur, einsichtig und in allen Lehrbüchern bewandert.

Bṛhadgātro: mit grossem Körper; wörtl. bṛhat (gross) + gātra (Körper, Glieder) (m. 1/1). Guruś: Guru (der Planet Jupiter; wörtl. „der Schwere, der Lehrer") (m. 1/1). Caiva: und auch (avy.). Piṅgalo: gelbbraun (m. 1/1). Mūrddhajekṣaṇe: an Haar und Augen; wörtl. mūrdhaja (Haupthaar) + īkṣaṇa (Auge) (n. 7/1). Kaphaprakṛtiko: von Kapha-Natur; wörtl. kapha (das schleimige Doṣa) + prakṛti (Konstitution) (m. 1/1). Dhīmān: einsichtig, klug (m. 1/1). Sarvaśāstraviśāradaḥ: in allen Lehrschriften bewandert; wörtl. sarva (alle) + śāstra (Lehrschrift) + viśārada (kundig) (m. 1/1).

Kursfassung (latexusepackage/Jyotish/bphs.sty), Übersetzung nach der shloka-Datenbank; Glossar neu 2026-10-21

Varāhamihira fasst in einem Vers Guru und Śukra zusammen, jeden mit seinem Körper, seinen Augen und seinem Doṣa (Bṛhajjātaka 2.10):

Bṛhajjātaka 2.10 (GRETIL, nach der Ausgabe Oriental Books Reprint Corporation, 2. Aufl. 1979)

बृहत्तनुः पिङ्गलमूर्धजेक्षणो बृहस्पतिः श्रेष्ठमतिः कफात्मकः । भृगुः सुखी कान्तवपुः सुलोचनः कफानिलात्मासितवक्रमूर्धजः ॥

bṛhattanuḥ piṅgalamūrdhajekṣaṇo bṛhaspatiḥ śreṣṭhamatiḥ kaphātmakaḥ । bhṛguḥ sukhī kāntavapuḥ sulocanaḥ kaphānilātmāsitavakramūrdhajaḥ ॥

Bṛhaspati hat einen grossen Körper, gelbbraunes Haar und gelbbraune Augen, beste Einsicht und Kapha-Natur. Bhṛgu ist glücklich, von schönem Körper und schönen Augen, von Kapha- und Vāta-Natur, mit schwarzem, lockigem Haar.

Bṛhattanuḥ: mit grossem Körper; wörtl. bṛhat (gross) + tanu (Körper) (m. 1/1). Piṅgalamūrdhajekṣaṇo: mit gelbbraunem Haar und gelbbraunen Augen; wörtl. piṅgala (gelbbraun) + mūrdhaja (Haupthaar) + īkṣaṇa (Auge) (m. 1/1). Bṛhaspatiḥ: Bṛhaspati: Guru, der Planet Jupiter (wörtl. „Herr des Gebets") (m. 1/1). Śreṣṭhamatiḥ: von bester Einsicht; wörtl. śreṣṭha (bester) + mati (Verstand) (m. 1/1). Kaphātmakaḥ: von Kapha-Natur; wörtl. kapha (das schleimige Doṣa) + ātman (Wesen) + -ka (m. 1/1). Bhṛguḥ: Bhṛgu: hier Śukra, der Planet Venus (m. 1/1). Sukhī: glücklich, wohlgemut (m. 1/1). Kāntavapuḥ: mit schönem Körper; wörtl. kānta (lieblich) + vapus (Körper) (m. 1/1). Sulocanaḥ: schönäugig (m. 1/1). Kaphānilātmāsitavakramūrdhajaḥ: von Kapha- und Vāta-Natur, mit schwarzem, lockigem Haar; wörtl. kapha + anila (Wind = Vāta) + ātman (Wesen), asita (schwarz) + vakra (gekrümmt) + mūrdhaja (Haupthaar) (m. 1/1).

GRETIL sa_varAhamihira-bRhajjAtaka; Übersetzung Yogi Narasimha

Am ausführlichsten ist wieder Kalyāṇavarmans Sārāvalī (4.25). Sie kennt das gelbe Gewand und den Körper wie Gold, die breite, hohe Brust, die Beständigkeit und die Bescheidenheit, und sie sagt: klein. Zwei Wörter des Verses sind am Wortlaut unsicher (siṃhācchanāda und buddhotkaṭākṣa); die Übersetzung gibt sie mit Vorbehalt.

Sārāvalī 4.25 (Ausgabe V. Subrahmanya Sastri, Nirṇayasāgara-Presse, Bombay 1907)

ईषत्पिङ्गललोचनश्रुतिधरः सिंहाच्छनादः स्थिरः सत्त्वाढ्यः सुविशुद्धकाञ्चनवपुः पीनोन्नतोरस्थलः । ह्रस्वो धर्मरतो विनीतनिपुणो बुद्धोत्कटाक्षः क्षमी स्यात् पीताम्बरधृक् कफात्मकतनुर् मेदःप्रधानो गुरुः ॥

īṣatpiṅgalalocanaśrutidharaḥ siṃhācchanādaḥ sthiraḥ sattvāḍhyaḥ suviśuddhakāñcanavapuḥ pīnonnatorasthalaḥ । hrasvo dharmarato vinītanipuṇo buddhotkaṭākṣaḥ kṣamī syāt pītāmbaradhṛk kaphātmakatanur medaḥpradhāno guruḥ ॥

Guru hat leicht gelbbraune Augen, ist gelehrt, hat eine Stimme wie ein Löwe (Wortlaut unsicher), ist beständig und reich an Sattva; sein Körper ist wie reines Gold, die Brust breit und hoch. Er ist klein, dem Dharma ergeben, bescheiden und geschickt, mit wachem Blick (Sinn unsicher), nachsichtig, trägt ein gelbes Gewand, sein Körper ist von Kapha bestimmt, und das Fett herrscht in ihm vor.

Īṣatpiṅgalalocanaśrutidharaḥ: mit leicht gelbbraunen Augen, die Überlieferung bewahrend (gelehrt); wörtl. īṣat (leicht) + piṅgala (gelbbraun) + locana (Auge) + śruti (das Gehörte, Überlieferung) + dhara (tragend) (m. 1/1). Siṃhācchanādaḥ: mit Löwenstimme (Wortlaut unsicher; Phaladīpikā 2.12 hat siṃhābjanāda, „Löwen- oder Muschelton") (m. 1/1). Sthiraḥ: fest, beständig (m. 1/1). Sattvāḍhyaḥ: reich an Sattva; wörtl. sattva (Lauterkeit) + āḍhya (reich) (m. 1/1). Suviśuddhakāñcanavapuḥ: mit einem Körper wie reinstes Gold; wörtl. su (sehr) + viśuddha (rein) + kāñcana (Gold) + vapus (Körper) (m. 1/1). Pīnonnatorasthalaḥ: mit breiter, hoher Brust; wörtl. pīna (voll, breit) + unnata (hoch) + uras (Brust) + sthala (Fläche) (m. 1/1). Hrasvo: klein, kurz (m. 1/1). Dharmarato: dem Dharma ergeben; wörtl. dharma (Pflicht) + rata (ergeben) (m. 1/1). Vinītanipuṇo: bescheiden und geschickt; wörtl. vinīta (wohlerzogen) + nipuṇa (geschickt) (m. 1/1). Buddhotkaṭākṣaḥ: mit wachem, weitem Blick (Sinn unsicher); wörtl. buddha (erwacht, klug) + utkaṭa (gross, ausgeprägt) + akṣa (Auge) (m. 1/1). Kṣamī: nachsichtig, duldsam (m. 1/1). Syāt: ist, sei (liṅ III/1). Pītāmbaradhṛk: ein gelbes Gewand tragend; wörtl. pīta (gelb) + ambara (Gewand) + dhṛś (tragend) (m. 1/1). Kaphātmakatanur: mit einem Körper von Kapha-Natur; wörtl. kapha + ātmaka (-artig) + tanu (Körper) (m. 1/1). Medaḥpradhāno: bei dem das Fett vorherrscht; wörtl. medas (Fett) + pradhāna (vorherrschend) (m. 1/1). Guruḥ: Guru, der Planet Jupiter (m. 1/1).

Wortlaut nach der Ausgabe 1907 (sa.wikisource ist eine Abschrift davon), nicht am Seitenbild geprüft; Übersetzung Yogi Narasimha

Die Phaladīpikā (2.12) fügt die Löwen- oder Muschelstimme hinzu, die breite, hohe Brust und die Gelbfärbung; das Jātaka-Pārijāta (2.53–59) spricht von einem grossen Bauch, gelber Farbe, Kapha und von Haar und Augen, die es kapila nennt.

Würden und Beziehungen

WürdeZeichenGradQuelle
SvakṣetraDhanus10°–30°BPHS 3.53
SvakṣetraMīna0°–30°Bṛhajjātaka 1.6; Phaladīpikā 1.6
MūlatrikoṇaDhanus0°–10°BPHS 3.53; Phaladīpikā 1.7; Bṛhajjātaka 1.14 (nur das Zeichen)
UccaKarkahöchste Erhöhung bei 5°BPHS 3.49–50; Bṛhajjātaka 1.13; Sārāvalī 3.35–36; Yavanajātaka 1.58–60
NīcaMakaratiefster Fall bei 5°ebenda (das 7. Zeichen vom Ucca)

Die Kursfassung des BPHS hat genau die Verse über Erhöhung, Mūlatrikoṇa und Freundschaft nicht (3.48–60 fehlen). Sie sind hier nach einer anderen Fassung angeführt; ihre Werte bestätigen die Übersetzung Santhanams, die Bombayer Ausgabe von 1923 und das Bṛhajjātaka. Der Vers für Gurus Mūlatrikoṇa gilt in seiner ersten Hälfte noch Budha (die fünf Grade nach der Erhöhung in Kanyā), in der zweiten Guru:

BPHS 3.53 — fehlt in der Kursfassung; Wortlaut nach enjoylearningsanskrit.com (ohne Angabe der Druckausgabe), Werte bestätigt durch Santhanam (Bd. 1, 1984) und die Veṅkaṭeśvara-Ausgabe 1923

ततः पञ्चांशकाः प्रोक्तं त्रिकोणम् अपरे स्वभम् । चापे दशांशा जीवस्य त्रिकोणम् अपरे स्वभम् ॥

tataḥ pañcāṃśakāḥ proktaṃ trikoṇam apare svabham । cāpe daśāṃśā jīvasya trikoṇam apare svabham ॥

Danach sind fünf Grade als Mūlatrikoṇa genannt, die übrigen eigenes Zeichen. In Cāpa (Dhanus) sind für Jīva (Guru) die ersten zehn Grade Mūlatrikoṇa, die übrigen eigenes Zeichen.

Tataḥ: danach, dann (avy.). Pañcāṃśakāḥ: fünf Grade; wörtl. pañca (fünf) + aṃśaka (Grad) (m. 1/3). Proktam: genannt, ausgesagt (Part. Perf. Pass. von pra-√vac) (n. 1/1). Trikoṇam: Mūlatrikoṇa (n. 1/1). Apare: die übrigen (m. 1/3). Svabham: eigenes Zeichen; wörtl. sva (eigen) + bha (Zeichen) (n. 1/1). Cāpe: in Cāpa, dem Bogen: Dhanus (m. 7/1). Daśāṃśā: zehn Grade; wörtl. daśan (zehn) + aṃśa (Grad) (m. 1/3). Jīvasya: Jīvas: Gurus (wörtl. „des Lebenden") (m. 6/1). Trikoṇam: Mūlatrikoṇa (n. 1/1). Apare: die übrigen (m. 1/3). Svabham: eigenes Zeichen (n. 1/1).

Wortlaut nach enjoylearningsanskrit.com (Kapitel 3, ohne Angabe der Druckausgabe); Übersetzung Yogi Narasimha

Zwei Abweichungen verdienen Erwähnung. Das Jātaka-Pārijāta (1.26–28) gibt Guru nicht zehn, sondern zwanzig Grade Mūlatrikoṇa in Dhanus, und der Kommentar Sudhāśālinī bestätigt das ausdrücklich; Sastri setzt in der Anmerkung die zehn Grade des BPHS daneben. Die Leitfassung bleibt zehn. Und die Erhöhung bei 5° in Karka teilt Guru mit der indischen Reihe seit dem Yavanajātaka: Pingree hält die Zahlen 10° (Sūrya) und 5° (Guru) für Abschreibfehler in der Vorlage Yavaneśvaras, denn die griechische Standardreihe hat 19° und 15°. Alle späteren Werke haben den Fehler treu übernommen (moderne Fachliteratur, nicht am Griechischen nachgeprüft).

Freunde sind Sūrya, Candra und Maṅgala; neutral ist Śani; Feinde sind Śukra und Budha (Bṛhajjātaka 2.16–17, Sārāvalī 4.28, Phaladīpikā 2.21–22). Die Regel dahinter ist die Satyas, die Varāhamihira überliefert (Bṛhajjātaka 2.15, BPHS 3.55); die Reihe des Yavanajātaka (1.107–108) ist eine andere und hier nicht ausgewertet. Als Dṛṣṭi hat Guru neben der siebten die fünfte und die neunte voll (Bṛhajjātaka 2.13).

Was Guru anzeigt

Die Kursfassung des BPHS hat keine Liste der Dinge, für die ein Graha steht; sie nennt seine Rollen (Wissen, Glück, Minister) und die Zuordnungen oben. Die Listen stehen in den späteren Lehrbüchern.

Die Phaladīpikā (2.5) zählt für Guru auf: Wissen, gute Eigenschaften, Kinder, Ministerschaft, Wandel, das Lehramt, Grösse, Veda, Śāstra und Smṛti, Aufstieg, ein gutes Ende, Verehrung der Götter und Brāhmaṇas, Opfer, Askese, Glaube, das Schatzhaus, Gelehrtheit, Sinnesbeherrschung, Gattenglück (in Frauenkarten), Ehre und Mitgefühl. Das Jātaka-Pārijāta (2.49) kürzt auf Kinder, Körperfülle und Weisheit. Als Bhāva-Kāraka steht Guru nach diesem Werk (2.51–52) für das 2., 5., 9., 10. und 11. Haus. An Berufen nennt die Phaladīpikā (2.17–20) Astrologen, Minister, Lehrer, Brāhmaṇas und Führer der Asketen, an Tieren Taube, Pferd und Schwan.

Die Bṛhat Saṃhitā weist jedem Graha Länder, Menschen und Waren zu (16.20–24). Guru gehören unter anderem der östliche Teil des Indus, Mathurā, Sauvīra, Sālva, Traigarta und die Sārasvata, dazu Hauspriester, Fürsten, Minister, Besitzer von Elefanten und Pferden, Kenner des Veda und der Nīti; die Tugenden Mitleid, Wahrheit, Reinheit und Gelübde; an Waren Salz, süsse Säfte und Wachs. Die Phaladīpikā (2.28) gibt ihm das Land Sindhu.

Der Kurs sieht in ihm den, der das Wissen vermittelt: er ist der Minister Sūryas, hat das grosse Ganze im Blick und berät, was wann zu tun ist, und er ist die „Karte", nach der sich Candra orientiert. Seine Stellung im Körper ist das Sahasrāra-Cakra, sein Yantra der Fünfstern.

Vedische und spätere Überlieferung

Bei der Verehrung der neun Grahas wird für jeden ein Vers aus dem Veda gesprochen, und für Guru gehen die beiden Linien der Überlieferung auseinander. Die Yājñavalkya-Smṛti (1.301), die älteste Stelle, an der die neun Verse zusammenstehen, gibt ihm bṛhaspate ati yad aryaḥ (Ṛgveda 2.23.15), das Matsya-Purāṇa (93) und das Garuḍa-Purāṇa dagegen bṛhaspate pari dīyā rathena (Ṛgveda 10.103.4). Die gängige Pūjā-Liste folgt der ersten. Hier steht sie als Leitfassung; die andere ist eine zweite Linie, deren Verhältnis zur ersten offen ist.

Ṛgveda 2.23.15 (= Vājasaneyi-Saṃhitā 26.3); Ṛṣi Gṛtsamada, Triṣṭubh, Devatā Bṛhaspati

बृह॑स्पते॒ अति॒ यद् अ॒र्यो अर्हाद्॑ द्यु॒मद् वि॒भाति॒ क्रतु॑मज्॒ जने॑षु । यद् दी॒दयच्॒ छव॑स ऋतप्रजात॒ तद् अ॒स्मासु॒ द्रवि॑णं धेहि चि॒त्रम् ॥

bṛha̍spate̱ ati̱ yad a̱ryo arhā̍d dyu̱mad vi̱bhāti̱ kratu̍ma̱j jane̍ṣu । yad dī̱daya̱c chava̍sa ṛtaprajāta̱ tad a̱smāsu̱ dravi̍ṇaṃ dhehi ci̱tram ॥

Bṛhaspati, was über den Feind hinaus würdig, glänzend und voll Einsicht unter den Menschen erstrahlt, was durch Kraft leuchtet, du aus dem Ṛta Geborener -- diesen glänzenden Reichtum lege in uns.

Bṛhaspate: Bṛhaspati, Herr des Gebets; Guru (m. 8/1). Ati: über ... hinaus (avy.). Yat: was, welches (n. 1/1). Aryaḥ: Fremder, Feind (m. 5/1). Arhāt: würdig, gebührend (n. 5/1). Dyumat: glänzend, strahlend (n. 1/1). Vibhāti: erstrahlen (laṭ III/1). Kratumat: voll Einsicht, voll Tatkraft (n. 1/1). Janeṣu: Mensch, Volk (m. 7/3). Yat: was, welches (n. 1/1). Dīdayat: leuchten, scheinen (leṭ III/1). Śavasā: Kraft, Stärke (n. 3/1). Ṛtaprajāta: aus dem Ṛta (der Weltordnung) geboren (m. 8/1). Tat: dieses (n. 2/1). Asmāsu: wir (7/3). Draviṇam: Reichtum, Gut (n. 2/1). Dhehi: setzen, legen, verleihen (loṭ II/1). Citram: glänzend, wunderbar (n. 2/1).

Akzentuierter Text und Übersetzung nach der shloka-Datenbank; Zuordnung zu Guru nach Yājñavalkya-Smṛti 1.301

Der Vers ist ein Gebet an Bṛhaspati um Reichtum. Hier ist die Gottheit des Ṛc ausnahmsweise namensgleich mit dem Graha; dass der Gott des Ṛgveda mit dem Planeten gleichgesetzt wird, ist selbst eine spätere Gleichsetzung, die der Kurs als Ṛgveda-Gottheit führt (Bṛhaspati = Guru, nach Ṛgveda 1.14.3). Der Vers der zweiten Linie ist ein Kriegshymnus, ein Heersegen: Bṛhaspati, der Purohita Indras, soll mit dem Wagen ringsum fahren, die Feinde abdrängen und der Beschützer der Wagen sein.

Zur selben Pūjā gehören weitere Zuordnungen. Sie sind jünger als die Lehrbücher und nur in dieser Schicht belegt:

AttributAngabeQuelle
Bildaus Gold (zusammen mit Budha)Yājñavalkya-Smṛti 1.297
Farbe der Gabengelbbraun, im Garuḍa-Purāṇa gelbMatsya-Purāṇa 93.17; Garuḍa-Purāṇa 1.101.4
OpferholzPippala (Ficus religiosa, Aśvattha)Yājñavalkya-Smṛti 1.302 und alle Parallelen
OpferspeiseReis mit QuarkYājñavalkya-Smṛti 1.304; Matsya-Purāṇa 93
Gabe an den Priesterein Gewand, im Matsya-Purāṇa ein gelbes GewandpaarYājñavalkya-Smṛti 1.306; Matsya-Purāṇa 93.60
Adhi-/PratyadhidevatāBrahmā / IndraMatsya-Purāṇa 93.13–16
Wagengoldener Wagen mit acht (hellen) RossenViṣṇudharmottara; Viṣṇu-Purāṇa 2.12.19
Ort im MaṇḍalaNorden (Matsya-Purāṇa); Süden (Garuḍa-Purāṇa); Süden (Kurs)Matsya-Purāṇa 93.11; Garuḍa-Purāṇa 1.17; Kurs

Das Matsya-Purāṇa gibt Guru kein Reittier; die verbreiteten Listen der Pūjā-Handbücher (etwa der Elefant) sind in den gesichteten Texten nicht belegt. Auch der gelbe Edelstein ist in dieser Pūjā-Literatur nicht belegt; die früheste hier gefundene Edelsteinreihe ist die der Phaladīpikā (2.29), eines Werks des späten Mittelalters. Der Kurs lehrt dieselbe Reihe.

Am Himmel

Die nächste Rückläufigkeit Gurus nach dem Herbst 2026: sein Weg vor den Sternen, siderische Länge gegen ekliptikale Breite, mit den beiden Stationen. Die Punkte stehen im Abstand einer Woche. Die nächste Rückläufigkeit Gurus nach dem Herbst 2026: sein Weg vor den Sternen, siderische Länge gegen ekliptikale Breite, mit den beiden Stationen. Die Punkte stehen im Abstand einer Woche.

Die nächste Rückläufigkeit Gurus nach dem Herbst 2026: sein Weg vor den Sternen, siderische Länge gegen ekliptikale Breite, mit den beiden Stationen. Die Punkte stehen im Abstand einer Woche.

Gerechnet mit der eigenen Berechnungsbibliothek (Swiss Ephemeris, Lahiri); Skript quellen/graha/rechnung/schleifen_tikz.py.

Jupiter ist der grösste Planet und der schwerste: sein Durchmesser misst am Äquator 142 984 Kilometer, seine Entfernung von der Erde schwankt zwischen 588 und 969 Millionen Kilometern, sein scheinbarer Durchmesser zwischen 30,5 und 50,1 Bogensekunden. Er läuft in 4332,59 Tagen, das sind 11,862 Jahre, einmal durch den Tierkreis; von der Erde aus gesehen dauert es 398,88 Tage, bis er wieder dieselbe Stellung zur Sonne hat. Seine Helligkeit liegt zwischen −2,9 und −1,7 Magnituden, heller sind nur Sūrya, Candra und Śukra.

Auf seinem Weg steht er rund ein Drittel der Zeit rückläufig: im Mittel 91,6 Mal in hundert Jahren, jedes Mal 121 Tage (117 bis 124), etwa 30 Prozent der Zeit, einmal im Jahr für rund vier Monate. Der Kurs nennt seine Bewegung manda, „langsam"; das ist eine Lehrkategorie, keine Rechnung.

Der Sūrya-Siddhānta (1.31) rechnet 364 220 Umläufe in einem Mahāyuga; daraus folgen 4332,32 Tage, nur 0,006 Prozent weniger als heute. Seine Regel für die Rückläufigkeit (2.53–55) lässt Guru ab einem Abstand von 130° vom Śīghra-Ucca rückläufig werden, das sind 27,8 Prozent der Umlaufperiode; die Rechnung ergibt 30,2 Prozent. Die Bahnreihe des Sūrya-Siddhānta (12.30–31) von aussen nach innen nennt Guru an zweiter Stelle nach Śani; die Wochentage folgen aus ihr: Der Donnerstag ist sein Tag.

Varāhamihira hat Guru zur Grundlage eines Jahreskreises gemacht (Bṛhat Saṃhitā 8.20–52): ein Zyklus von sechzig Jahren, zwölf Yugas zu je fünf Jahren, nach dem Umlauf Gurus gezählt. Fünf Umläufe Jupiters sind 59,3 Jahre.

Die Verse

Alle Verse dieser Seite stehen oben im Zusammenhang: BPHS 3.27 und 3.53, Bṛhajjātaka 2.10, Sārāvalī 4.25 und Ṛgveda 2.23.15. Jeder trägt sein Wort-für-Wort-Glossar; sie stehen in der Datenbank, aus der auch die Studien-PDFs gesetzt werden.

Zur Quellenlage dieses Portraits

Die Leitfassung ist die des Kurses: das BPHS in der Fassung, die der Unterricht verwendet. Wo diese Fassung schweigt — bei den Würden und den Freundschaften fehlen ihr dreizehn Verse —, steht die Angabe nach einer anderen Fassung, deren Werte drei Druckzeugen bestätigen. Daneben sind gelesen: das Bṛhajjātaka und die Bṛhat Saṃhitā Varāhamihiras (GRETIL), die Sārāvalī (Ausgabe 1907), die Phaladīpikā (Ausgaben Ojha und Sastri), das Jātaka-Pārijāta (Ausgabe Sastri 1932), das Yavanajātaka (in Pingrees Übersetzung), die Yājñavalkya-Smṛti, das Matsya- und das Garuḍa-Purāṇa (GRETIL) sowie der Sūrya-Siddhānta (Burgess). Die astronomischen Werte stammen aus den Datenblättern der NASA und sind mit der eigenen Rechenbibliothek nachgerechnet. Unsicher bleiben die Farbe in Sārāvalī 4.12 und zwei Wörter in 4.25, bis das Seitenbild der Ausgabe geprüft ist; offen ist ausserdem, wie Bhaṭṭotpala die Metallreihe des Bṛhajjātaka zuordnet, und die Position Sanjay Raths zu den Abweichungen oben; sie wird nachgetragen.